Mühlburg - Rheinhafen und Rhein

Als Nachfolger des zu klein gewordenen Hafens von Maxau - heute Yachthafen - wurde der Rheinhafen ab 1898 gebaut und 1901 eröffnet. Dadurch wurde Karlsruhe zum Rheinanlieger, obwohl die Stadtmitte ca. 7 km vom Rhein entfernt ist. Heute umfasst der  Hafen nach Aus- und Umbauten  6 Hafenbecken (mit dem Stichkanal)  und ca. 300 ha Fläche. Kaianlagen und Lagerflächen (Freilager, Lagerhallen, Siloraum, Tanklager) sind durch Straße und Hafenbahn erschlossen. Rheinhafen und Ölhafen bilden zusammen die  Städtischen Rheinhäfen und gehören mit einem Umschlag von über 6 Mio T  (hauptsächlich Mineralölprodukte und Massengüter wie Kohle, Schrott, Getreide und Futttermittel) zu den  größten Binnenhäfen Baden-Württembergs, Deutschlands und Europas.  Die beiden Rheinhäfen zählen mit ca. viertausend Arbeitsplätzen zu den wichtigsten Industrie- und Dienstleistungsgebieten der Stadt und sind die Voraussetzung für tausende weiterer Arbeitsplätze im Raum Karlsruhe. Wegen der Überlastung der Bundesfernstraßen und der unzureichenden Transportkapazität der Bahn erwartet man einen weiteren Aufschwung - besonders im Containerverkehr direkt von der Nordsee in den Binnenhafen. Ein Plan für die Zukunft ist eine leistungsfähige Verbindung von Karlsruhe zum Mittelmeer durch den Ausbau des bestehenden  Rhein-Rhone-Kanals.
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Drei Routenvorschläge folgen am Ende /// Bilder ohne Datum von April 2008


   
Der Rheinhafen
Der Überblick aus der Höhe zeigt von rechts nach links die Becken eins, zwei und drei und im Hintergrund den Stichkanal (Becken sechs) zum Rhein. In der Bildmitte die Werftstraße mit den Lagerhäusern von Wincanton (ehemals Kalag) auf der linken  und dem hohen Gebäude des Hafenkontors auf der rechten Seite. Rechts der "Windmühlenberg" (eine ehemalige Mülldeponie), links das Kohlelager  und ganz hinten das Rheinhafen-Dampfkraftwerk.
Das Übersichtsbild wurde möglich, da man während des Hafenfestes 2010 mit einem riesigen Mobilkran (s. u.) der Firma Schmidbauer in einem Montagekorb ca. 70 m hochgezogen werden konnte.


Mobilkran


Südliche Uferstraße
Der Rheinhafen gehört fast ganz zum Stadtteil Mühlburg. Hier ein erster Blick auf einen Ausschnitt des Hafengebiets. Um den Eindruck zu veranschaulichen, werden in der Folge Einzelbereiche gezeigt. Die Auswahl und Abfolge erfolgte entsprechend der Route auf der die Bilder aufgenommen wurden und stellt keine Bewertung oder Einschätzung der Bedeutung dar.


Honsellstraße - Einfahrt Rheinhafen
Die Honsellstraße ist (über  B10 und Südtangente) die Hauptzufahrt zum Hafengebiet. Die Bahnlinie kommt vom Westbahnhof und teilt sich dann in Schienenanschlüsse zu den einzelnen Hafenbecken. Im Hintergrund die ehemalige Mülldeponie-West mit drei Windkraftanlagen.


Heizkraftwerk West
Die Fernwärmeproduktion (Kraft-Wärme-Kopplung) und -verteilung ist heute Hauptaufgabe des ehemaligen Städtischen Elektrizitätswerks. Hier ist das Zentrum der städtischen Fernwärmeversorgung. Die benötigte Wärme  wird hier, im Rheinhafen-Dampfkraftwerk, in Heizwerken am Ahaweg und in der Waldstadt produziert.  Außerdem wird hier Prozessabwärme von der Raffinerie (MiRO) in das städtische Fernwärmenetz eingespeist.


Becken II - Schiffsanlegestelle
Am östlichen Hafenende - in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle - befindet sich der Liegeplatz des städtischen Fahrgastschiffs "Karlsruhe". Da  das bisherige Schiff (=> Bild oben) in Ausstattung und Technik nicht mehr ganz den heutigen Ansprüchen genügte, wurde im Jahr 2010 ein größeres Fahrgastschiff (=> Bild unten) in Dienst gestellt. Links Verladebrücken des Kohlelagers, rechts Lagerhallen an der Werftstraße.


Das neue Fahrgastschiff "Karlsruhe" während des Hafenfestes 2010


Lagerhäuser am Becken zwei (Blickrichtung Osten)


Werftstraße (Blickrichtung Westen)
In  der Werftstraße stehen die großen Lagerhäuser,  vorne die Werfthalle II, dann die Getreidelagerhalle. Neben der Schrift auf der Fassade das blaue Logo  der Logistik- und Transportdienstleistungsfirma Wincanton GmbH, des jetzigen Betreibers.


Getreidelagerhaus - Blick von der Nordbeckenstraße
Das große Silogebäude im Hintergrund trägt noch den Namen der KALAG (Karlsruher Lagerhausgesellschaft). Die Kalag stand 1979 fast ganz im Besitz der Rhenania, die eine Tochter  der Wincanton GmbH war. Diese betreibt heute ihre Anlagen im Karlsruher Hafen - wie in ganz Europa - unter eigenem Namen. Der Schrottlagerplatz im Mittelgrund gehört zur ELG Hanielgruppe (siehe unten).

 
Getreidelagerhaus - Werftstraße
Das Gebäude wurde in den ersten Jahren des 20. Jhdts. gebaut. Entsprechend dem damaligen Zeitgeschmack bekam der Stahlbetonbau eine Verblendung mit Ziegelmauerwerk und wurde mit gemauerten Zierbändern geschmückt. Der rechte Gebäudeteil/Silospeicher (Bild rechts) wurde nach Kriegszerstörung erneuert. Der Schüttbodenspeicher (links) wird durch den "Maschinenturm" vom Silospeicher getrennt.


Werftstraße
Die ELG Haniel Gruppe ist sowohl im Handel als auch in der Aufbereitung, dem Recycling von Rohstoffen  für die Edelstahlproduktion tätig.


Werftstraße
Rechts Fahrzeuge der Niederlassung Karlsruhe der Wincanton GmbH und im Hintergrund die blaue Front der Lager- und Produktionshallen der Stahl-Metall-Service Gesellschaft für Bandbearbeitung mbH, die Stahlblechrollen verarbeitet.


Becken II
Im Hintergrund überragt die blaue Stahlkonstruktion der Ladeeinrichtungen der Fa. Stahl-Metall-Service das Hafenbecken und das zu entladende Schiff.

  
Verschiedene Be-/Verladetechniken am Becken II


Energieberg - Begrünte Mülldeponie mit Solar- und Windkraftanlagen
Die geschlossene Mülldeponie am Rand des Hafens gehört amtlich bereits zum Stadtteil Knielingen.


Überblick über den Energieberg (<= für mehr Bilder klicken) am Becken eins


Südwest-Asphalt
An der
Nordbeckenstraße liegt das Werk Karlsruhe Rheinhafen der Südwest Asphalt.


Nordbeckenstraße - Containerterminal mit zwei Containerbrücken
Außer mit dem Schiff und dem LKW kommen die Container seit 2007 auch mehrmals pro Woche direkt mit einem Zug von Rotterdam ins Terminal am Rheinhafen.


Nordbeckenstraße - Containerterminal


Wasserfront des Containerterminals
Auch diese Anlage wird von Wincanton betrieben.


Nordbeckenstraße - Hochwasserdamm (zusammengesetztes Bild)
Der Hafen ist wegen häufigen Hochwassers schon lange von einem Ringdamm umgeben. Hier begleitet der Damm die Nordbeckenstraße und grenzt direkt an das Feuchtgebiet der Rheinniederung, wo die Bäume seit dem letzten Hochwasser noch im Nassen stehen.


Naturschutzgebiet
Nördlich des Hafengebiets schließen - jenseits des oben gezeigten Damms - die Naturschutzgebiete Altrhein-Maxau und Burgau an.

  
Nordbeckenstraße - Damm/Dammscharte
Der Höhenunterschied (rechtes Bild) auf beiden Seiten des Damms verdeutlicht, dass das Gelände innerhalb des Hafendamms aufgeschüttet wurde, um eine gewisse Hochwassersicherheit zu bieten. Die Dammscharte kann im Falle eines Hochwassers verschlossen werden.
Da seit Jahrzehnten die Retentionsräume am Oberrhein abnahmen, liefen die Hochwasser seitdem höher auf. Im Mai 1983 erreichte das Wasser den höchsten Stand des 20. Jahrhunderts (8,59 m am Pegel Maxau) und  überschwemmte das Hafengebiet nebst Umschlags-, Lager- und Produktionsanlagen.


Hafensperrtor
Durch das Hafensperrtor kann nun der Ringdamm seit 1987 allseitig geschlossen werden. Schon 1999 gab es im Februar dann das zweite "Jahrhunderthochwasser" aber durch das geschlossene Hafensperrtor konnte eine Überflutung des Hafenbereichs vermieden werden. Das Tor wird bei Einstellen der Schifffahrt wegen Hochwassers bei einem Pegelstand von 7,50 m (Maxau) geschlossen. Vom Rhein bis zum Sperrtor sind es 600 m.


Infoschild zum Hafensperrtor
Mit dem Hafensperrtor bildet der Karlsruher Rheinhafen eine Besonderheit unter den deutschen Binnenhäfen. Er erinnert an den Typ des Dockhafens (Bsp. Emden) am Meer, der auch durch (Schleusen-) Tore geschlossen werden kann - dort allerdings hauptsächlich, um einen zu niedrigen Wasserstand während der Ebbe zu vermeiden.


Hafenausfahrt - Blick vom Sperrtorübergang nach Westen
Links die Kohleverladebrücke des Rheinhafen-Dampfkraftwerks, rechts der Steiger für die Boote der Wasserschutzpolizei, die ihre Dienststelle gleich neben dem Steiger hat. Im Hintergrund die Ausfahrt und der Rheinstrom.


Blick vom Sperrtorübergang nach Südwesten auf Kohlebandverladeanlage und Kraftwerk (April 2008)
Der Bereich des Rheinhafen-Dampfkraftwerks gehört laut städtischem Plan zu Daxlanden. Die älteren Kraftwerksblöcke unterscheiden sich deutlich durch Bauweise und Farbe von den jüngeren Gebäuden mit den hohen Schornsteinen aus der Zeit der Hochschornsteinpolitik (Verteilung von Schadstoffen durch die Abgabe in großer Höhe über eine sehr große Fläche und damit Verringerung der Schadstoffbelastung pro Flächeneinheit). Hier wird seit 1992 durch den Kraft-Wärme-Koppelbetrieb der größte Teil der Fernwärme für die Stadt erzeugt.


Rheinhafen-Dampfkraftwerk
Im Hintergrund die bestehenden Blöcke des Kraftwerks. Auf der Baustelle im Vordergrund wird ab 2008 das Kraftwerk erweitert. Ein neuer Steinkohleblock (RDK 8) mit 120 m hohem Kesselhaus und 230 m hohem Schornstein soll mit modernster Technik (Wirkungsgrad > 46%, Absenkung des CO2 Ausstoßes, Fernwärme durch Kraft-Wärme-Kopplung, hohe Rauchgasreinigung)  912  Megawatt Energie erzeugen, was in Karlsruhe zu Ärger und Diskussionen wegen des Schadstoffausstoßes (Kohlendioxid, Feinstaub, Stickoxide) führte. Ein weiterer neuer Gas- und Dampfturbinenblock ist geplant und soll hier einmal nach der Fertigstellung 400 Megawatt liefern.

Zum Vergleich: Der linke Schornstein des oberen Bildes ist auf dem unteren Bild zwischen den Kränen zu sehen.


Blick vom Hafenbecken auf den Kraftwerksneubau
Der Schornstein mit der Rauchgasreinigung (links)  ist bereits fertig. Rechts das zukünftige Kesselhaus.


Blick von Nordwesten auf den neuen Kraftwerksblock
Zwischen den beiden Treppentürmen (120 m hoch) des Kesselhauses steht das Kesselgerüst. Ganz rechts entsteht der dazugehörige Kühlturm. Um den Kühlturm nicht übermäßig groß werden zu lassen, wird er - im Gegensatz zu den bekannt großen Naturzugnasskühltürmen - als Ventilatorkühlturm (ca. 80 m hoch) erbaut.

Basis des Ventilatorkühlturms
Die Kühlluft wird beim Kühlbetrieb durch große Ventilatoren an der Basis des Bauwerks eingeblasen.



Blick vom Rhein zum Rheinhafen-Dampfkraftwerk der EnBW
Rechts die alten Kraftwerksblöcke, links die schon weit fortgeschrittene Baustelle des neuen Kraftwerkblocks. Der 230 m hohe Schornstein ist bereits fertig.


Kohlebandverladeanlage, Kesselhaus RDK8 und Ventilatorkühlturm
Der Kraftwerkbau schreitet mit Verzögerungen weiter fort.


Der 80 m hohe Kühlturm ist erbaut, die Ventilatoren sind hinter einer Verkleidung (Lärmschutz) verschwunden.


Blick vom Sperrtorübergang nach Osten
Der lange Verbindungskanal (Becken VI) führt vom Rhein zu den inneren Hafenbecken. Links die Containerbrücken, rechts ein Boot der Wasserschutzpolizei, im Mittelgrund hinter dem Abzweig zum Becken V das Tanklager und ganz hinten mit dem hohen Schornstein das Heizkraftwerk-West.


Fettweisstraße 28-32
Das Tanklager Karlsruhe wird von der Oiltanking GmbH, einem der weltweit größten Betreiber von Lagern für Mineralöle, Chemikalien und Gasen, betrieben.

 
Bäckerei und Konditorei Neff
Der Mittelstandsbetrieb bäckt hier die Waren für über 60 Filialen in Karlsruhe und Umgebung.
Im Vordergrund Fernwärmeleitungen vom Rheinhafen-Dampfkraftwerk der EnBW zum Heizkraftwerk West.


Fettweissstraße - Spaeter-Gruppe
Im Rheinhafen befindet sich einer der Standorte der Gruppe, die im Stahlhandel tätig ist.


Fettweisstraße - Logistikcenter Simon Hegele
Die Gesellschaft für Logistik und Service ist im Bereich Lagerhaltung, Beschaffung und weltweiter Versorgung tätig
.


Fettweisstraße - Baucenter


Hansastraße - CEMEX
Die weltweit operierende Firma  (Hauptsitz Mexiko) hat die ehemalige Firma Readymix als Cemex Deutschland eingegliedert. Neben Transportbeton liefert die Firma Sand, Kies, Split, Zement und Betonbauteile.


Hansastraße - Air Liquide
Die Air Liquide Deutschland ist eine Tochter der weltweit tätigen französischen Firma. Ihr Geschäftsbereich ist  die Produktion und Lieferung technischer und medizinischer Gase.


Hansastraße: Ex-Thermoselect
Das schöne technische Bauwerk gehört zu einem weniger schönen Thema: Die Müllbehandlungsanlage Thermoselect der EnBW sollte den Müll von Karlsruhe und Umgebung mit einer neuen Technik verarbeiten. Es war vorgesehen, in einem Hochtemperaturreaktor den komprimierten  Müll zu vergasen  und die Reste einzuschmelzen. Nach vielen Pannen und kostenintensiven Nach- und Umrüstungen wurde der Betrieb von der EnBW 2004 eingestellt. Die weitere Verwendung der Halle ist unklar (2008/2010/2011).
 

Blick über Hafenaus-/einfahrt zum Rhein
Der Rhein bildet auf weite Strecken die Westgrenze von Karlsruhe.


Schild am Ölhafen
Wie das Schild zeigt, gibt es mehrere Häfen in Karlsruhe.
Hier geht es weiter zum Ölhafen und Umgebung

Bilder ohne Datum April 2008

Ergänzung 2009
Auf dem Weg von der Schiffsmeldestelle nach Norden zu den Rheinbrücken


Ruine Westwallbunker (Südseite)
Im "Weidensaum" nördlich der Schiffsmeldestelle an der Hafeneinfahrt findet man noch eine relativ gut erhaltene  Bunkerruine des Westwalls (GPS-Waypoint:  N 49° 01' 10,4'' und E 008° 18' 14,8''). Die "Oberrheinstellung" an der Grenze zu Frankreich verlief im Karlsruher Raum östlich des Rheins weiter nach Norden. Auf der westlichen Rheinseite folgt der Westwall dem Grenzverlauf mit Frankreich durch den Bienwald (Pfalz ) in westnordwestlicher Richtung. Diese "Bienwaldstellung" wurde im Süden  Karlsruhes durch den "Ettlinger Riegel" im Hardtwald ergänzt.

  
Reste des gesprengten Bunkers
Der Regelbau 10 (Baustärke B alt)  mit 1.50 m dicken Mauern war ein Gruppenunterstand mit angehängtem Kampfraum und wurde vor oder bei Kriegsbeginn erbaut. Wie die meisten Bunker des Westwalls wurde er nach dem Ende des 2. Weltkriegs gesprengt und die Reste eingezäunt.  Fast alle Bunkerruinen wurden in der Folgezeit aus Sicherheits- oder Platzgründen gänzlich entfernt. Im Laufe der Zeit hat man aber den historischen (und mittlerweile ökologischen) Wert dieser Bunkerruinen  (vergleichbar einer Burg oder Festung) erkannt und bemüht sich, die noch vorhandenen Reste zu erhalten. In Baden-Württemberg stehen alle Ruinen des Westwalls seit 2005 unter Denkmalschutz.
Von Karlsruhe aus sind weitere Westwallreste z. B.  im Bienwald bei Schaidt oder westlich von Oberotterbach (Otterbachabschnitt) am Westrand des Pfälzerwalds auf dort ausgeschilderten Wegen mit anschaulichen Infotafeln zu besichtigen. Weitere Hinweise unter: http://www.otterbachabschnitt.de/39994.html


Platz des Tulla-Denkmals in der Nähe des Rheinkilometers 361
Die große Informationstafel im Vordergrund gehört zum überregionalen Projekt Rheinpark, das durch die Arbeit des Zweckverbands Pamina  geschaffen wurde. Der Zweckverband Pamina (Palatinat = Pfalz, Mittlerer Oberrhein, Nord Alsace) betreibt grenzüberschreitende Entwicklungsarbeit für den Raum.
Eingebettet in den Rheinpark ist der 
"Landschaftspark Rhein",  ein Karlsruher Naherholungsgebiet am Rheinufer, das bis zum Stadtgeburtstag 2015 fertiggestellt sein soll . . .


Inschrift des Tulla-Denkmals
Der Gedenkstein besteht aus Granit mit großen, weißen Kalifeldspatporphyroblasten.


Informationsschild am Platz desTulladenkmals (Ausschnitt, Schrift ergänzt)
Das Schild zeigt die Veränderungen des Rheinlaufs u.a. im Bereich von Karlsruhe/Mühlburg durch die Rheinkorrektion von Tulla: es wurden  Rheinschlingen abgeschnitten, Flußverlagerungen und damit ständige Grenzstreitigkeiten wurden verhindert, der Flusslauf wurde verkürzt, hinter den Dämmen gab es keine Überschwemmungen bei Hochwasser mehr, die Schifffahrt wurde sicherer, neues Ackerland wurde gewonnen. Aber der Fluss hatte nun eine viel höhere Fließgeschwindigkeit und vertiefte infolgedessen sein Flussbett, was zu diversen Problemen (u.a. Grundwasserabsenkung, Versteppung) führte. Die Rheinkorrektion bedeutete gleichzeitig einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die damals im Rheingraben vorkommende Malaria.


Hofgut Maxau
Zwischen Rheinhafen und Rheinbrücken liegt das Hofgut Maxau - für mehr Informationen das Bild anklicken


Rheinübergang bei Maxau - Blick nach Norden
Der Hochwasserdamm begrenzt auf der rechten Seite das Bild, es herrscht Niedrigwasser (Niederschlag im Winter in höheren Lagen als Schnee gespeichert => zunächst geringerer Abfluß),  die Buhnen im Flussbett sind sichtbar.

  
Rheinübergang Maxau                       Blick nach Westen                      S-Bahn-Haltestelle Maxau
Von unten erkennt man, dass es sich hier um zwei Brücken handelt, eine (die linke Brücke) für den Schienenverkehr und die andere für den Kraftfahrzeug- und Fußgängerverkehr. Bei diesen Brücken handelt es sich um den einzigen Rheinübergang im Großraum Karlsruhe, was bei den morgendlichen und abendlichen Pendlerströmen regelmäßig zu Staus führt. Auch weil die Straßenbrücke in absehbarer Zeit umfassend saniert werden muss (wobei  größere Verkehrsbehinderungen vorauszusehen sind), wird über einen weiteren  Brückenbau diskutiert - bisher (März 2011) ohne Ergebnis. Das rechte Bild zeigt eine Karlsruher Straßenbahn (S-Bahn), die das Zentrum von Karlsruhe mit der Pfalz verbindet.


Routenvorschläge
1) Durch den Hafen: wegen der Länge der Strecke wäre eine Fahrradexkursion  sinnvoll: Beginn an der Honsellstraße/Heizkraftwerk-West. Weiter zum Mittelbecken - dann Werftstraße und zurück - Nordbeckenstraße nach Westen bis zur Schiffsmeldestelle - zurück über das Hafensperrtor in die Fettweisstraße - Hansastraße und zurück - dann über die Rheinhafenstraße zurück zum Ausgangspunkt
2) Als Fußexkursion durch den Hafen bietet sich eine kürzere Route ohne Abstecher  an: Straßenbahnendstation Rheinhafen - Blick in die Werftstraße - Nordbeckenstraße bis Hafensperrtor - über das Sperrtor zur Fettweisstraße - nach Osten über Rheinhafenstraße zur Haltestelle Rheinhafen
3) Eine Tour zum Rhein:
Straßenbahnendstation Rheinhafen - Nordbeckenstraße bis Schiffsmeldestelle an Hafeneinfahrt - Straße nach Norden zum Tulladenkmal - weiter nach Norden am Hofgut Maxau vorbei - Straßenbahnhaltestelle Maxau

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