Der
Ort wird 1248 erstmals erwähnt, wahrscheinlich entwickelte er sich aus
einer Burg und einer Mühle. Die Burg wird später zum Schloss
ausgebaut, 1670 erhält Mühlburg das Stadtrecht - hat damals aber wohl
nur etwa
500 Einwohner. Durch die Gründung der Stadt Karlsruhe in unmittelbarer
Nähe verliert die kleine Stadt schließlich an Bedeutung und wird 1886
nach
Karlsruhe eingemeindet.
Mühlburger Wasserschloss
Bilder oben und unten Ausschnitte aus einer
Informationstafel in der Rheinstraße
Das
alte Mühlburg lag im Bereich von Entenfang, Rheinstraße und Hardtstraße
und hat sich später v. a. nach Osten und Norden ausgedehnt.
Der Stadtteil umfasst heute neben dem städtischen Bereich von Mühlburg
auch den
Rheinhafen. Die Grenze zwischen beiden bildet die Südtangente/B10 im
Südwesten des eigentlichen Mühlburger Stadtviertels, das im Nordwesten
bis zu Siemensallee/Moltkestraße reicht. Im (Süd-)Osten bilden
Wichern-, Herder-, Händel- und Felix-Mottl-Straße die
Stadtteilgrenze, im (Nord-) Westen reicht Mühlburg noch etwas über die
Neureuter Straße/B 36 hinaus.
Bilder
ohne Datum vom Juli 2008 Vom
alten
Mühlburg
ist
nur wenig erhalten.
Gasthaus zum Ritter in der Hardtstraße
Der Fachwerkbau des Gasthauses zum Ritter (heute Ristorante/Pizzeria))
erinnert an das frühere Mühlburg.
Zwei alte Häuser in der Marktstraße
Seldenecksches Freigut
Das
Gebäude war herrschaftlicher Wohnsitz der Familie von Seldeneck und
Verwaltungsgebäude der Seldeneckschen Brauerei. Heute befindet sich
hier u.a. der Sitz der Destillerie Kammer-Kirsch AG.
Hinweisschild in der Hardtstraße
Das Schild zeigt oben links das Karlsruher Wappen und rechts das Wappen
von Mühlburg: ein gespaltener Schild, der links wieder die badischen
Farben und rechts einen Hirschkopf auf grünem Grund zeigt.
Ehemalige Seldenecksche Brauerei
Das neugotische ehemalige Sudhaus vom Ende des 19. Jhdts. wird heute
vom Kulturzentrum Tempel genutzt.
Entenfang
Zwei Punkthochhäuser überragen den zentralen Platz, der einen großen
Verkehrsknotenpunkt im Westen der Stadt bildet.
Der
Brunnen mit dem Jungen und der Ente steht am Entenfang und ist ein
Hinweis auf die Entstehung des Namens des Platzes. Am Entenfang stand
früher eine Einrichtung zum Fangen von Wildenten.
Rheinstraße, Blick in Richtung
Lameyplatz (Hochhaus)
Im Bereich Rheinstraße/Entenfang hat sich ein Nebenzentrum mit
Geschäften und Dienstleistungsbetrieben entwickelt.
Rheinstraße 71 im Juli 2008
Leerstehende
Geschäfte
und
Erotikshops
(siehe weiter unten) deuten eine Abnahme der
Attraktivität nach
außen an.
Rheinstraße 71 im August 2011 mit
Fassadenmalerei Der frühere Porzellan- und
Eisenwarenladen Fischer wird nun vom Kulturnetzwerk Mühlburg u. a. für
Ausstellungen genutzt.
Rheinstraße 71: Information in einem
der Schaufenster
Rheinstraße/Ecke Hardtstraße
Rheinstraße/Ecke
Hardtstraße
Wegen Mängeln bei
Infra- und Sozialstruktur sowie städtebaulichem Nachholbedarf
wurde der zentrale Bereich Mühlburgs 2007 zum
Sanierungsgebiet erklärt. Das Sanierungsprojekt im Zuge des
Programms "Soziale Stadt" umfasst grob gesagt den Bereich um die
zentralen Achsen Lameystraße, Hardtstraße und Rheinstraße.
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Karl-Friedrich-Gedächtnis-Kirche und Kriegerdenkmal
Der Lindenplatz wurde im Zuge der oben genannten Stadtteilsanierung
etwas "lichter" gestaltet.
Sockel des Kriegerdenkmals mit
heroischer Inschrift
Fliederstraße/Fliederplatz
Das
Gebäude am Fliederplatz ist der ehemalige Mühlburger
Bahnhof der "Maxau-Bahn", die vom
damaligen Karlsruher Hauptbahnhof (im Bereich des heutigen
Staatstheaters) über die Hildapromenade durch Mühlburg nach Maxau und
weiter in die Pfalz führte. Heute ist hier der Kinder- und
Jugendtreff Mühlburg. Seit
Anfang 2012 wird der gesamte Fliederplatz neu gestaltet.
Rheinstraße, Blick nach Westen
Nach
großen Zerstörungen im 2. Weltkrieg entwickelte sich ein "neues"
Mühlburg. Dieser Bereich der Rheinstraße wurde in den Nachkriegsjahren
großzügig als breiter Boulevard ausgebaut. Heute findet die
Hauptverkehrsachse in dieser Form nicht mehr allgemeine Zustimmung und
so arbeitet man
nun (2009) an einem Konzept zur Umgestaltung.
St. Peter und Paul
1884
war der Baubeginn der katholischen Kirche, das Gebäude wurde im Stil
der Neorenaissance errichtet. Auch diese Kirche wurde bei dem
verheerenden Luftangriff auf Mühlburg im Dezember 1944 fast ganz
zerstört, lediglich die Vorderfront mit den Türmen blieb stehen.
In den 50erJahren wurde die Kirche wieder aufgebaut. Hinter den
renovierten Türmen entstand ein moderner Kirchenraum.
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Zum Stadtteil Mühlburg gehört auch
der Rheinhafen.
Mittelbecken Rheinhafen: Für Infos
zum Rheinhafen Bild anklicken
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