Der
Siedlungsplatz hat eine lange Kontinuität, denn in Grünwinkel
wurden u.a. Reste römischer Brennöfen (Töpferöfen, Ziegelöfen)
gefunden. Hier durchquerte eine auf dem Hochgestade nordsüd verlaufende
Römerstraße die Albniederung.
Ende
des 16. Jhdts wird ein Hof mit dem Namen "Kreenwinkel" (=
Krähenwinkel) erwähnt, der
sich Anfang des 18. Jhdts zu einem kleinen Dorf entwickelt. Aus einer
kleinen Gasthausbrauerei entstand hier die einstige
Großbrauerei und Nahrungsmittelfabrik Sinner. Auch heute noch werden
weite Bereiche des Stadtteils von Dienstleistungs-, Gewerbe- und
Industriebetrieben geprägt.
Der
Stadtteil endet im Norden an der Südtangente, im Westen verläuft die
Grenze ungefähr entlang einer Linie von der Pfannkuchstraße über die B
36, im Osten wird die Grenze in etwa durch den
Schwimmschulweg bis zur Junker-und-Ruh-Straße markiert und im
Süden endet Grünwinkel an der Gemarkungsgrenze/Stadtgrenze.
Rheinhafenstraße und Pulverhausstraße trennen den Stadteil in das
nördliche, eigentliche Grünwinkel und die südliche
Heidenstückersiedlung.
Blick auf Gewerbebetriebe in
Grünwinkel von der Brücke der Zeppelinstraße über die Bahnlinie
Richtung Pfalz
Das Wappen zeigt einen Spaten.
Ehemaliges Brauereigelände
Links
das alte Mühlen- und Speichergebäude von 1893 der ehemaligen Sinner AG;
da Mitte des letzten Jhdts. der obere Teil ausbrannte, ist das Gebäude
heute asymmetrisch. Rechts ein Getreidesilo der ehemaligen Sinner AG.
mit dem Moninger-Markenzeichen auf dem Dach.
Moninger
kaufte 1972 die Brauerei Sinner und das dazugehörende, ausgedehnte
Brauereigeländen und verlagerte den Betrieb von der
Kriegsstraße
hierher. Seit dem Erwerb der Brauerei
Hatz (Rastatt) heißt die Firma nun Hatz-Moninger.
Moninger-Areal
Der Schornstein erinnert noch an die Sinner AG.
Einkaufsmarkt auf dem
Moninger/Sinner Areal
Brauhaus Moninger
Das
heutige Brauhaus hieß früher "Lokalbahn" und erinnerte mit dem
alten Namen an die
Bahn, die bis 1937 von Karlsruhe nach Durmersheim fuhr. Heute ist es
der Hauptausschank
der Brauerei Moninger. Im Bereich von Brauhaus und Einkaufszentrum
(linkes
Bild links) ist ein zentraler Platz (rechtes Bild) als Ortszentrum von
Grünwinkel
entstanden.
Modernes Gebäude in der Ortsmitte
Das Gebäude ist das . . . . .
Seniorenzentrum Grünwinkel
Durmersheimer Straße
Reihenhäuser in der Hopfenstraße
Interessantes Bauwerk in der
Zeppelinstraße
Ein
alter Luftschutztiefbunker - später Zivilschutzbunker - wurde hier
mit einem Wohnkomplex überbaut. Der unansehnliche "Zeppelin-Bunker"
wurde
als "Fundament" für eine Wohnbebauung genutzt.
Der ehemalige Betonklotz konnte in
seiner Funktion erhalten und aufgewertet werden (Doppelnutzung für
Zivilschutz und als Tiefgarage) und fügt sich nun als interessante
Bereicherung in das Stadtbild ein.
Die Alb von der Brücke der
Zeppelinstraße - Blick nach Süden
Die Alb berührt im Norden und Westen Grünwinkel, die Grünzone wird als
innerstädtisches Erholungsgebiet genutzt.
Bild 1:Alb von
Zeppelinstraße
Bild
2:
Alb
von
Fußgängerbrücke nördlich Zeppelinstraße
Das
früher geradlinig ausgebaute Flußbett der Alb wird hier 2008 wieder
naturnah
umgestaltet. Es werden hier zwei große Bögen ("Mäander") eingebaut, das
Ufer wird verschieden gestaltet, die Fließgeschwindigkeit und die
Tiefe unterschiedlich eingeregelt. Blickrichtung der Bilder siehe Plan
unten
Der Plan wurde im Umbaubereich vom Tiefbauamt Karlsruhe zur Information
bereitgestellt. Hinzugefügt wurden die blauen Pfeile, die die
Aufnahmerichtung der BIlder zeigen.
Bild 3
Bild 4
Der abgedämmte (im rechten
Bild links) alte, gerade Lauf
der Alb wird im April
2008 vom
Bagger zugeschüttet.

Bild 3a Der Umbau ist abgeschlossen - aber das
Gras muss erst wieder wachsen Bild 4a

Bild 3b
Das Ufer ist nach einem Jahr wieder
begrünt
Bild 4b

Im Bereich von Grünwinkel führt eine breite Treppe zum Wasser.

Infoschild der Stadt bei der Wäscherinnentreppe

Wiesengelände bei Grünwinkel
Im Hintergrund links die Wäscherinnentreppe und im Vordergrund rechts
neben dem Weg ein Hinweisschild (s.u.).

Hinweisschild der Stadt

Im Bereich der großen Verkehrsflächen am Entenfang ist die Alb
weiterhin "kanalisiert".

Blick von oben (Vogesenbrücke) auf die eingezwängte Alb

"Kunst" am Bau
Links die Eisenbahnbrücke, rechts die Südtangente, ganz oben die
Vogesenbrücke

Die Albkapelle
Die ehemalige Dorfkirche von Grünwinkel wurde 1913 hierher umgesetzt.

Die frühere Kapelle an der Durmersheimer Straße
Auf einem Plakat zur Ausstellung der Geschichte des Stadtteils
Grünwinkels ist der frühere Standort der Kapellezu sehen.

Information an der Albkapelle

Blick von Th.-Söhner-Weg zu einem Spielplatz an der Alb

Michelin AG
Westlich der Michelinstraße befindet sich ein ausgedehntes
Gewerbegebiet
mit großen Firmen wie Michelin (Reifen) und Dienstleistungsbetrieben

Blick über Südtangente, Bahnlinie zur Carl-Metz-Straße
Das große Gebäude links ist die Firmenzentrale von DM, im Hintergrund
das
Heizkraftwerk West (ehemaliges E-Werk) der Stadt Karlsruhe

Metz Aerials (Drehleitern
und Hubrettungsbühnen)

Carl-Metz-Straße 11 - Glockengießerei Bachert
Hier werden Glocken und alles was mit Glocken (u.a. Glockenstühle oder Schallläden) zusammenhängt, hergestellt:
Außerdem bietet die Firma entsprechende Dienstleistungen wie
Schwingungs-dynamische Sanierungen oder Restaurierung alter Glocken an.

Heidenstückersiedlung - Östliche Edelbergstraße
Die Heidenstückersiedlung liegt südlich der Pulverhausstraße. Das
Wohngebiet ist geprägt von Wohnblocks, Reihenhäusern und Einzelvillen

Reihenhäuser am Südrand der westlichen Edelbergstraße

Rennbergstraße

Zwischen Mauzenberg- und Bernsteinstraße
Eine anscheinend nicht besonders florierende Ladenzeile

Bernsteinstraße 5
Neuer Wohnblock mit zweigeschossigen Maisonettewohnungen und
barrierefreien Wohnungen

Diverse Haustypen am Heidenstückerweg
Bilder
April
2008
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