Erinnerungen an den Luftschutz
zur Zeit des 2. Weltkriegs

Ehemalige Luftschutzbunker in Karlsruhe


    Hochbunker Appenmühle in der Rheinhafenstraße 47 
Der burgartige Bau mit dem bergfriedartigen "Turm" am Haupteingang, schießschartenartigen Scheinfenstern und an
Zinnen erinnernde Dachkonsolen wurde in der Mitte des Krieges erbaut. Auch das Ziegeldach (Tarnung) ist bei einem
Hochbunker etwas  Besonderes. Der architektonisch interessante  Bunker bot in drei Stockwerken den
Bewohnern im
Umfeld des  Angriffsziels  Rheinhafen  Schutz. Die ganz rechts am Bunker sichtbare Tür ist der Eingang zur Treppe in
das
Dachgeschoss. Nach dem Krieg nutzte man das Bauwerk noch eine Zeit als Zivilschutzbunker, heute dient dieser
 Bunker als Proberaum für diverse Bands.

Mehr Bilder und Infos zu diesem Bunker sind im Kapitel Daxlanden zu finden.

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Ehemaliger Luftschutzbunker an der Erzbergerstraße in der Nordstadt
Der Hochbunker wurde zum Schutz der Bewohner der Umgebung und des Personals des benachbarten Flugplatzes gebaut. Auch dieser Karlsruher Bunker
ist kein schlichter  Betonklotz, sondern er wurde mit  Ecklisenen und angedeuteten Bogenreihen, Blendfenstern und überstehendem Walmdach mit Dach-
gauben (Fledermausgauben)   "verziert" oder getarnt. In dem Vorbau (linkes Bild) befand sich der geschützte Eingang und der Treppenaufgang. Bilder vom
14. 09. 2008


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Ehemaliger Hochbunker am Irisweg in Rüppurr
Auch dieser Luftschutzbunker ist kein reiner Zweckbau, sondern mit einem Dach, angedeuteten
Fensteröffnungen und sogar mit einem großen schmückendem Relief (s. u.) versehen.


 
In der heroischen Bildersprache des "Dritten Reichs" ist ein Kämpfer dargestellt, der Mutter und Kind beschützt.
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Hier geht es zu einem weiterem heroischen "Bunkerbild" aus Schweinfurt
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Dammerstock: ehemaliger Tiefbunker in der Danziger Straße - Eingang Nordseite

Seit 2014 stoßen Überlegungen zur Überbauung dieses Bunkers mit einem Wohnblock auf  Widerstand der Anlieger.
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Ehemaliger Luftschutzbunker am Haselweg in Grünwinkel
Der unterirdische, doppelstöckige Bunker bot ca. 1200 Menschen Schutz und wurde auch nach dem Kriegsende wieder
lange für den Zivilschutz bereit gehalten.


Wohnbebauung auf dem ehemaligen Luftschutzbunker
Der Bunker am Haselweg wurde 2015 als Fundament für zwei neue Doppelhäuser genutzt. Durch Photovaltaikanlage,
Wärmepumpe zum Heizen und umweltbewusste Dämmung erfüllen die Neubauten die Anforderungen für Passivhäuser.
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Ehemaliger Operationsbunker des Klinikums in der Weststadt/ Kaiserallee 10
Der zweistöckige  Luftschutzbunker reicht noch einige  Meter in die Tiefe. Das Bunkerober-
geschoss (über dem mit Buntsandstein verkleideten Sockel) nahm erst nur den Südteil des
Obergeschosses ein. Nach dem Krieg wurde das Obergeschoss über die gesamte Grund-
fläche ausgebaut.


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Ehemaliger Luftschutzbunker in der Zeppelinstraße/Grünwinkel
Ein alter  Luftschutztiefbunker - später  Zivilschutzbunker - wurde hier mit einem Wohnkomplex
überbaut. Der unansehnliche "Zeppelin-Bunker" wurde dabei als "Fundament" für eine Wohnbe-
bauung genutzt

Einen weiteren mit einer Wohnanlage überbauten Luftschutzbunker gibt es in der Heidenstückersiedlung in der Bernsteinstraße.
Im Hauptbahnhof und im Panoramaweg in Daxlanden gab es auch Luftschutzbunker.

Eiskeller und Stollen als Schutzräume

Grötzingen


Eingang eines Bier- und Eiskellers
An der  Bergseite der Friedrichstraße existieren noch große Keller, in denen früher das
Bier von  Brauereien der Umgebung kühl gelagert wurde. Im letzten Krieg schützten die
Keller die Bevölkerung bei Luftangriffen.


Durlach
Am Turmberg gab es "Eiskeller", die als Schutzraum  genutzt wurden. In der Grötzinger
Straße soll es einen Stollen gegeben haben, der ebenfalls zu Schutzzwecken genutzt
wurde.
Im Steinbruch hinter der Turmbergschule gab es den "Steinbruchstollen".


Durlach - Badenerstraße - Kellereingang
Der Türverschlusshebel unten links lässt hier auch auf einen ehemaligen Luftschutzraum schließen.

Grünwettersbach
Im Bereich Steinhäusle/Wingertgasse gab es zwei Schutzräume.

1) Wingertgasse: Neben dem Haus Nr. 14 gab es hangabwärts einen Stollen, der extra zu Schutzzwecken gebaut wurde.
Er führte durch Lößlehm in den festen Buntsandstein; alle Bereiche waren zusätzlich abgestützt. Außer einem Eingang
unten, soll es oben  noch einen  Ausgang gegeben haben. Es gab kein Licht. Nach dem Krieg ist alles verfallen, einge-
brochen und der Eingang am Hang zugeschüttet worden.

2) Am Steinhäusle: Bei der Kirche gab es einen Schutzraum (unter einem alten, inzwischen abgerissenen Gemeindesaal).
Dort wurde später das neue Gemeindezentrum gebaut. Der genaue Ort war nicht zu lokalisieren, ob der Schutzraum noch
irgendwie besteht, war nicht festzustellen.
Zudem soll es hinter der ehemaligen Tabakfabrik (Straße Am Wetterbach) einen weiteren Stollen gegeben haben, der vom
Grundstück des Bauern Mangold aus in den Buntsandsteinhang getrieben worden war. Ob dieser Stollen noch besteht, ließ
sich nicht recherchieren.

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Weitere Karlsruher  Luftschutzstollen soll es an der Alb gegeben haben.

Luftschutzkeller

Südweststadt


Klauprechtstraße 1
Eine Erinnerung an die Bombenangriffe im 2. Weltkrieg ist dieser Hinweis auf einen LuftSchutzRaum im Hof des Gebäudes.
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In vielen Gebäuden wurden damals Luftschutzräume eingerichtet
.

   
Eingang in die Gasschleuse eines ehemaligen Luftschutzraums in der Bahnhofstraße. Holz-Gasschutztüren schlossen hier mit den
noch teilweise erhaltenen dunklen Filzdichtungsstreifen um die Türrahmen (rechtes Bild) die Schleuse gasdicht ab.


   
                Die Gasschleuse von innen                                          Türverschlusshebel und Guckloch in der Gasschutztür
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Und es gibt noch weitere Andenken an den 2. Weltkrieg
 
Luftschutzpfeile

In  Karlsruhe gibt es viele ältere  Häuser mit   Sockel oder  Erdgeschoss aus Buntsandstein, die nicht
verputzt werden müssen. Daher haben sich in der  Stadt relativ viele Luftschutzpfeile erhalten.
Diese
Pfeile waren Hinweise auf Luftschutzräume und eine Hilfe zum schnellen Bergen Verschütteter unter
 beschädigten Häusern
.


Südweststadt


Putlitzstraße 18
Der weiße Pfeil ist ein sogenannter Luftschutzpfeil.

   
Vorholzstraße 4
Links Pfeile, die zum Luftschutzraum führen. Rechts ein gerade noch zu erahnender Hinweis auf die Lage des ehemaligen Schutzraums.

   
Roonstraße 4                                        Hinweispfeile zum Schutzraum                              Vorholzstraße 2



Pfeile zeigen den Weg zu einem ehemaligen Luftschutzraum in der Bahnhofstraße.





Luftschutzpfeile in der Sonntagstraße


Luftschutzpfeile in der Mathystraße 40


Mathystraße 23


Mathystraße


Mathystraße


Karlstraße

   
Kriegsstraße                                                                     Lessingstraße

   
Friedenstraße


Gartenstraße


Ein übermalter Luftschutzpfeil in der Jollystraße


Auch bei diesem "Strich" über dem Kellerfenster dürfte es sich um einen Luftschutzpfeil handeln.
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Südstadt

   
Werderstraße

Die beigefügten Buchstaben G und E sind Hinweise auf die Lage von  Gas-/Elektrizitätsleitungen.


   
Schützenstraße                         Luftschutzpfeile                      Werderstraße  

   
Luisenstraße                    Luftschutzpfeile                    Morgenstraße


Luftschutzpfeil in der Nebeniusstraße
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Weststadt


Luftschutzpfeil in der Reinhold-Frank-Straße/Westseite


Luftschutzpfeile in der Moningerstraße

Eine weitere Reminiszenz an den Luftkrieg sind
 Hinweispfeile zu Sammelplätzen
Die Schrift "ZUM SAMMELPLATZ" ist auf den wenigen erhaltenen Pfeilen nur noch schlecht zu
erkennen. Die Pfeile waren ein Hinweis
für Leute deren Haus durch Bomben zerstört war -
sogenannte Ausgebombte)


Ecke Karlstraße/Gartenstraße


Ecke Gartenstraße/Redtenbacherstraße


Ecke Winterstraße/Marienstraße


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