Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock


Veränderter Ausschnitt aus einer  Karte von 1914
(Quelle: Topographische Karte  1 : 25 000 des Großherzoglich Topographischen Bureaus von 1914)

Wie dieser Ausschnitt aus einer alten Karte zeigt, existierte der Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock1914 noch nicht. Lediglich die Namen der Gewanne "Weiher" und "Dammerstock" (Pfeile) sind auf der Karte eingezeichnet.


Weiherfeld

In Anlehnung an den "Gartenstadtgedanken" (Wohnen in natürlicher Umgebung) wurde der Ortsteil Weiherfeld ab 1920 erbaut. Der Name des Gewanns und des Ortes ist wohl auf einen früher vorhandenen Weiher zurückzuführen.



Bushaltestelle Neckarplatz in der Neckarstraße
Über die Buslinie durch die Neckarstraße - eine der Hauptstraßen Weiherfelds - wird der Stadtteil mit der Kernstadt verbunden.


Dreisamstraße


Gärten hinter den Häusern


Wehrastraße
An die nur noch einseitig bebaute Straße schließt sich die Feldflur zwischen Weiherfeld und Rüppurr an.

Bilder März 2008

Vorgeschlagene Route Weiherfeld: Zugang über Albtalbahnhof und Beiertheim - Weiherfeldstraße - Neckarstraße - Dreisamstraße - Mainstraße - Schauinslandstraße - Wehrastraße - Links der Alb - über die Brücke in die Nürnbergerstraße zur Straßenbahnhaltestelle Dammerstock.
Oder Erweiterung mit Rundgang durch Dammerstock



Dammerstock
Der Name des Stadtteils wird von einem früherem Ort "Dagmaresdung" hergeleitet. Diese Siedlung fiel aber wieder wüst und nur der Ortsname blieb als Name eines Gewanns (siehe alte Karte) bestehen.  Die Dammerstock-Siedlung, ein Beispiel des "Neuen Bauens", wurde 1929 unter der Oberleitung von Walter Gropius (Bauhaus) errichtet.


Nürnberger Straße/Durchfahrt zur Danziger Straße.
Typisch sind die schlichten Formen der Gebäude und die Flachdächer. Neben der Durchfahrt steht eine Hinweistafel  mit Informationen zur Entstehung und Besonderheit der Siedlung.


Ecke Nürnberger Straße/Ettlinger Allee
Die Gaststätte mit großzügigem Fensterband


Das ehemalige Gemeinschaftswaschhaus der Dammerstocksiedlung
Das bis 1972 als Waschhaus genutzte Gebäude enthielt im Erdgeschoss die Waschmaschinen. Das Obergeschoss mit damals offenen Fensterklappen diente als Trockenraum. Heute nutzt ein Architekturbüro - das bei der Sanierung den früheren Charakter des Waschhauses möglichst originalgetreu wiederhergestellt hat - das Haus.


Dammerstockstraße


Bussardweg, Einfamilienhäuser mit Flachdach vor 1933
Auch heute muten die Häuser mit dem durchgehenden Fensterband im Obergeschoss noch modern an. Mit dem Aufkommen nationalsozialistischen Gedankenguts passte der Baustil aber nicht mehr zur Vorstellung heimatverbundenen Bauens.


Bussardweg, spitzgiebelige Gebäude 1933 - 1945
Nach der Abkehr vom Gedanken des "Neuen Bauens" wurden wieder die gewohnten spitzgiebeligen Häuser gebaut . . .


Tiefbunker in der Danziger Straße - Eingang Nordseite
Aus der nationalsozialistischen Zeit stammt auch noch dieser Luftschutzbunker.


Luftschutzbunker - Eingang Südseite

Bilder ohne Datum März 2008

Vorgeschlagene Route Dammerstock: Straßenbahnhaltestelle Dammerstock  - Nürnbergerstraße - Dammerstockstraße - Bussardweg - Heidelbergerstraße - Straßenbahnhaltestelle  Schloss Rüppurr.