Waldstadt

 


Blick vom Durlacher Turmberg: Die Hochhäuser der Waldstadt ragen aus dem Hardtwald

Der Stadtteil wurde ab 1957 nach Plänen von Selg als reine Trabantenstadt  erbaut, d.h. die Waldstadt ist ein relativ selbständiger Stadtteil  im Randbereich einer Großstadt. Zunächst wurde nur der im Hardtwald gelegene Teil - die eigentliche Waldstadt - erstellt. Von der Theodor-Heuss-Allee aus wird der Vorort v.a. durch fünf Erschließungsstraßen, die als Stichstraßen störenden Durchgangsverkehr verhindern sollten, gegliedert. Ungefähr zehn Jahre später wurde der Stadtteil um ein weiteres Wohngebiet östlich der Straßenbahnlinie  ergänzt, wodurch die Namen "Waldstadt Feldlage" und "Waldstadt Waldlage" entstanden. Noch später entstand nördlich der L 604 im Bereich der Europäischen Schule das "Europa Viertel"

Waldstadt/Waldlage
Bilder ohne Datum vom März 2009


Übersichtsskizze der Waldstadt/Zeichnung Hartleb
Die eigentliche Waldstadt (Waldlage)  liegt im Hardtwald; die jeweils durch eine Straße erschlossenen Unterabteilungen sind durch breite Waldstreifen voneinander getrennt. Die Gebäude an den fünf blitzförmig verlaufenden Straßen sind alle nach dem gleichen Prinzip angeordnet. Deshalb reicht es, eine Straße als typisches Beispiel zum Verständnis des Aufbaus der gesamten Waldstadt zu behandeln. Als Beispiel wird hier die Insterburger Straße beschrieben und dieses Beispiel später mit Abweichendem/Zusätzlichem aus den anderen Bereichen ergänzt.


Theodor-Heuss-Alle/Abzweigung Insterburger Straße
Von der Theodor-Heuss-Allee am westlichen Rand der Waldstadt zweigen die einzelnen Erschließungsstraßen zu den jeweiligen Unterabteilungen ab. MIt begleitendem Rad- und Fußweg ist die Verkehrachse gut ausgebaut, bildet aber dadurch auch eine deutliche Trennung vom westlich anschließenden Hardtwald.


Insterburger Straße/Hochhaus
Jeweils im Westen der einzelnen Unterabteilungen bildet ein Hochhaus einen baulichen Akzent.


Insterburger Straße/Garagen
Der erste Blick in die Insterburger Straße wird von der Garagenfront der anschließenden Reihenhauszeilen dominiert.


Insterburger Straße/Reihenhäuser
Torartig gestaltete Durchgänge führen von der Straße zu den Wohnhäusern. Der etwas triste Eindruck täuscht aber, denn eigentlich ist die Garagenseite eher der "Hinterhof" der Häuser. In den breiten Waldstreifen (hier im Hintergrund) zwischen den Unterabteilungen verlaufen nämlich Fuß- und Radwege die einen autofreien Zugang zu den Häusern ermöglichen.


Rad- und Fußweg zwischen Insterburger Straße und Schneidemühler Straße
Die trennenden Waldstreifen zwischen den einzelnen Unterabteilungen sind vom KFZ-Verkehr freigehalten. Spielplätze sind in den ausgedünnten Wald eingestreut.


Pillauer Straße/Einzelhäuser
Auf der gegenüberliegenden Seite des Westteils der  Insterburger Straße zweigen kleine Nebenstraßen in einen Bereich mit Einzelhäusern ab.


Insterburger Straße/Ladenzeile
Nachdem der Westen jeweils von Einzel- und Reihenhäusern geprägt wird, verändert sich das Erscheinungsbild im Bereich des Straßenknicks : Jede Unterabteilung ist im Bereich des Knicks mit einem kleinen Geschäftszentrum ausgestattet. Diese Selbständigkeit im Versorgungsbereich ist typisch für eine Trabantenstadt. Aber der leerstehende Laden ganz links deutet heute Probleme bei der Belegung der Läden und damit in der Nahversorgung der Einwohner der Trabantenstadt an.


Insterburger Straße/Evangelische Simeonkapelle
An die Kapelle schließt sich ein Gemeindezentrum an. Kapelle und Gemeindezentrum sind eine Besonderheit in der Insterburger Straße.


Insterburger Straße/Blick nach Osten
Die Hauptverkehrsachse der Unterabteilung ist von parkenden Fahrzeugen geprägt. Die Häuser sind jedoch ebenfalls durch Fuß-/Radwege in den beiderseitigen Waldstreifen zu erreichen.

  
Insterburger Straße/Wohnblöcke
Während der Westen jeder Unterabteilung von Einzel- und Reihenhäusern (s. o.) geprägt wird, findet man in den östlichen zwei Dritteln große Wohneinheiten in unterschiedlichem Sanierungszustand. Durch die mittlerweile recht groß gewordenen Baüme bleiben Probleme mit Verschattung und Feuchtigkeit nicht aus.


Trampelpfade zwischen Insterburger Straße und Schneidemühler Straße
Neben den asphaltierten Fuß- und Radwegen gibt es in den Waldstreifen noch viele Trampelpfade.

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