Südstadt
Wohnen, Gewerbe,
Dienstleistungen
Um die
Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die frühere Vorstadt mit
schachbrettartigem Straßenverlauf und zentralem Marktplatz am Rand der
bisherigen Stadt. Da die
Bahnlinie
mit
dem
damaligen
Hauptbahnhof zwischen der
eigentlichen Fächerstadt und
der Südstadt lag, wohnten in der "Bahnhofsvorstadt" bald
viele Mitarbeiter der Eisenbahn - die Südstadt wurde zum
Eisenbahnerviertel.
Die
Südstadt liegt nach der städtischen Gliederung im Dreieck von
Ettlinger Straße im Westen, Kriegsstraße/Ludwig-Erhard-Allee im
Norden/Nordosten und den
noch
dazu
gehörenden
Gleisanlagen
im Süden/Südosten.
Strittig
ist, ob
das Neubaugebiet im Osten als Südstadt Ost - also als ein Teil
der Südstadt - oder als Südoststadt -
also als eigener Stadtteil -
bezeichnet werden soll. Beide Begriffe sind im Gebrauch. Hier werden
beide Teile getrennt behandelt, zunächst in diesem Kapitel die
ursprüngliche Südstadt,
der
Bereich zwischen Ettlinger
Straße, Rüpurrer
Straße, Kriegsstraße und Stuttgarter Straße.
Ein
Routenvorschlag folgt am Schluss
Der Werderplatz mit dem
Indianerbrunnen, das Zentrum der Südstadt

Der Indianerbrunnen
Links ein Indianerkopf
rechts
ein
Karlsruher
-
ein
Südstadtindianer
Möglicherweise rührt der Spitzname der Südstädtler
"Südstadtindianer"
von einem
Gastspiel Buffalo Bills Ende des 19. Jhdts. in Karlsruhe her.

Werderplatz mit "offenem Bücherschrank"
Ein Spender hat für die Errichtung dieser "Minibibliothek" gesorgt.

Privatbrauerei Wolf Werderplatz
Der Gewerbebetrieb liegt mitten in
dem engen Stadtteil. Der
Brauereiausschank ist ein beliebter Treffpunkt in der
Südstadt.
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Ergänzung Feb. 2010
Die Brauerei verläßt wegen Platzmangel den
Standort. Die Gaststätte am
Werderplatz bleibt bestehen.

Das Brauereigebäude in der Marienstraße wird abgerissen und durch ein
Wohnhaus ersetzt.
Ergänzung Mai 2011

Das Wohnhaus ist fertig - aber es fügt sich nicht gerade harmonisch in
die Gebäudezeile ein . . .
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Johanniskirche am Werderplatz
Die neoromanische Kirche der evangelischen Gemeinde wurde 1889
eingeweiht. Im Vordergrund rechts der Indianerbrunnen.

Johanniskirche und Ev. Pfarramt von Kreuzung Marien-/Luisenstraße
Beispiel Luisenstraße
Das Bild deutet die Problematik der Südstadt an: dichte
Bebauung, enge
Straßen, unzureichender Parkraum
Wenn
Sie den hohen Überbauungsgrad (auch der Hinterhöfe) der Südstadt sehen
wollen, müssen Sie Google Earth starten (Hier
download Google Earth möglich) und dann unter
Suchen/Anfliegen
"Karlsruhe Südstadt" eingeben. Dann vergrößern Sie das Bild, bis nur
noch ein Block zu sehen ist und sie entdecken, dass wirklich fast alles
überbaut ist.
Blick in Schützenstraße - Ecke
Ettlinger Straße: schmale Einbahnstraßen in der Südstadt
Bebaute, teils ungepflegte (links)
und teils gewerblich genutzte
(rechts und unten) Hinterhöfe
Türkischer Supermarkt am Werderplatz
In der Südstadt bieten wegen
der multikulturellen Bevölkerungsstruktur auch viele Geschäfte von Ausländern interessante Angebote.

Italienischer Laden am Werderplatz
Spanischer
Laden
Türkische
Fahrschule
Ausländer betreiben in der Südstadt neben Läden auch
Dienstleistungsbetriebe.
Griechische
Schneiderei
Ehemaliges
griechisches
Restaurant
Nicht immer ist es gelungen, das
multikulturelle Element am Leben zu erhalten . . .
Blick
in
Marien-
an
Kreuzung Schützenstraße
Links
Samsun Mode Haus, rechts Samsun
Export. Die vergrößerten Schilder an den Häusern wurden unten in das
Bild eingefügt.
Wegen des
preiswerten Wohnraums leben
u.a. viele Alte, Studenten und
Ausländer in der Südstadt, so dass sich eine interessante
multikulturelle Mischung ergibt.
Die daraus resultierende etwas unausgeglichene
Bevölkerungsstruktur äußert sich im Bereich der Südstadt aber auch in
entsprechenden
Parolen, die bis zu ihrer gelegentlichen Entfernung an den Hauswänden
zu lesen sind/waren:
Trotz unterschiedlicher Anschauungen
ist die Südstadt ein angenehmes und beliebtes Wohngebiet der
verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
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Infotafel zum Baumeister-Carree
Eine
Verbesserung der Wohnqualität der Südstadt geschah im Bereich
des Baumeister-Carrees. Bei diesem Vorhaben wurden weite Bereiche
eines Blocks an der Baumeister- (im Plan oben) und der Marienstraße (im
Plan links) entkernt. Ein Durchgang zwischen Baumeister- und
Marienstraße wurde geschaffen. Tiefgaragen stellen Parkplätze bereit,
Grünflächen entstanden. Die älteren Häuser im Bereich der Durchgänge
wurden objektsaniert oder erneuert, im Innenraum baute man moderne
Stadthäuser.

Marienstraße: Im neuen, roten Haus befindet sich ein Eingangsbereich
ins
Baumeister-Carree und
die Einfahrt zur Tiefgarage

Baumeister-Carree: Spielplatz. Links neue Häuser, rechts hinten
sanierte, alte Gebäude

Stadthäuser im Baumeister-Carree. Hinten rechts Durchgang zur
Baumeisterstraße

Graffitis am Eingang zum Baumeister-Carree in der Marienstraße (links)
und am Eingang Baumeisterstraße
Anscheinend sind nicht alle Bewohner der Südstadt mit dem neuen
Quartier einverstanden . . .

Uhlandschule in der Schützenstraße
Die
Schule litt seit einigen Jahren unter drastischem Schülerschwund.
Deshalb wurden verschiedene Lösungsmöglichkeiten (Aufflösung,
Kooperation mit der Nebeniusschule, Änderung der Schulart) diskutiert. Die Hauptschule endet nun mit dem
Schuljahr 2010/11. Seit 2009
ist die Schule eine Außenstelle der Nebenius-Realschule
und der Klassen 5 und 6 der
Schillerwerkrealschule mit
Ganztagesunterricht.
Südstadt Grünzug zwischen Luisen- und
Augartenstraße
Zur
Verbesserung der Wohnqualität der
Südstadt schuf man - unter Nutzung kriegsbedingter Baulücken und durch Abriss einiger Gebäude - einen
West/Ost verlaufenden Grünzug durch
die
Südstadt.
Dadurch
konnten
stellenweise
moderne
Wohnhäuser
gebaut
und
teilweise ältere Gebäude mit Balkonen
versehen
werden
(im
Hintergrund
links und rechts). Quartiernahe Spielplätze entstanden.
Tiefgaragen - hier unter dem Grünzug
- sollten der Parkplatznot entgegenwirken.

Liebfrauenkirche von Ecke Marienstraße/Augartenstraße
Die katholische Kirche im neugotischen Stil (Historismus) wurde im Jahr
1892 eingeweiht


Ecke Marienstraße/Winterstraße
Die
fast nur noch zu erratende Schrift "ZUM SAMMELPLATZ" auf dem weißen
Pfeil ist eine Erinnerung an die Luftangriffe während des 2.
Weltkriegs.

Nebeniusschule
in der Nebeniusstraße
Das Schulgebäude am Südrand des Stadtteils wurde Anfang des 20.
Jahrhunderts gebaut und beherbergt Grund- und Realschule.
Hinweisschild an der Schule
Tivoliplatz
Die "Indianerpfeile" am Tivoli sind
eine weitere Reminiszenz an die anfangs erwähnten "Südstadtindianer".
Bilder
ohne
Datum
2006
-
2008
Routenvorschlag
Südstadt:
Straßenbahnhaltestelle
Werderstraße - Rüppurrer Straße nach
Süden bis Luisenstraße- Luisenstraße nach Westen - dann Marienstraße
nach Norden -
Werderplatz - Marienstraße nach Norden und Durchgang ins Baumeister
Carree - Marienstraße zurück bis Schützenstraße - Schützenstraße nach
Westen - dann Wilhelmstraße nach
Süden bis zum Grünzug - Grünzug nach Osten - an Kreuzung mit
Marienstraße nach Süden bis Nebeniusstraße - nach Osten bis
Rüppurrerstraße -
Straßenbahnhaltestelle Tivoli