
Beiertheim-Bulach
Der Stadtteil entstand aus den früher eigenständigen Gemeinden
Beiertheim und Bulach.
Beiertheim ist Anfang des
20. Jhds schon ein
Stadtteil von Karlsruhe, wie die Kursivschrift auf der
Karte zeigt. Das ehemalige Dorf mit den eng stehenden
Gebäuden wird von der ungefähr West-Ost
verlaufenden und im Osten nach Nordosten abknickenden
Hauptstraße (Breite Straße) durchzogen.
Bereits um 1914
hat sich der Stadtteil nach Norden ausgedehnt.
Bulach ist 1914 noch
eine eigenständige Gemeinde. Zwischen Beiertheim und Bulach
fließt die Alb.
(Quelle:
Topographische Karte 1 : 25 000 des Großherzoglich
Topographischen Bureaus von 1914, Ausschnitt)
Die folgenden Bilder ohne Datum
wurden im März und April 2008 aufgenommen.
Beiertheim - ein altes Dorf
am Stadtrand
Das
ehemalige Dorf ist
- wie fast alle
umliegenden Dörfer - viel älter als Karlsruhe und wird
schon 1110 als Burdam erstmals urkundlich erwähnt.
Nach langer Zugehörigkeit zum Kloster Gottesaue wird
Beiertheim badisch. Ab dem 19. Jahrhundert kaufte die Stadt
Karlsruhe große Teile der
Beiertheimer Gemarkung, um die Stadt nach Süden zu
erweitern. Beiertheim wurde 1907 eingemeindet.

Infotafel zu Beiertheim gegenüber von St. Michael
Die Darstellung auf der rechten Seite zeigt mit der roten
Umrandung die Größe der ehemaligen Beiertheimer Gemarkung
und die heutige Lage
des Stadtteils (schwarze Linie) in Karlsruhe.
Die rote Fläche kennzeichnet das ehemalige Dorf Beiertheim.
Neu und alt: Breite Straße
Die Breite Straße durchzieht den älteren Ortsteil.
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Nachtrag 2014/2015
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Eine interessante Haussanierung sieht man in der Breiten
Straße Nr. 27

Breite Straße
Ein altes Fachwerkhaus wird mit dem dazugehörigen
Gartengrundstück saniert.

Interessante/r
Ergänzung/Ausbau im rückwärtigen
Bereich
Übergang vom alten Haus (links) zum neuen Gebäudeteil

Vorher
Blick über den Gartenbereich zum
obigen Fachwerkhaus
Nachher

Der neue Mittelteil (links) wurde zwischen zwei alten Gebäuden
eingefügt.
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Ende Nachtrag
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Breite Straße/Einmündung
Gebhardstraße - Blick nach Westen in den ursprünglichen
Ortsbereich

Bulacher Straße Nr 3 - 7
Die Fachwerkhäuser erinnern an den alten Dorfcharakter - das
nächste Bild zeigt das Haus Nr 3 (ganz hinten) genauer.

Das Haus mit dem Krüppelwalmdach passt zu den benachbarten
Fachwerkhäusern, das "Fachwerk" ist hier aber nur aufgesetzt.

Breite Straße 129
Das Fachwerkhaus mit Scheune im Hintergrund deutet an, dass
Beiertheim früher landwirtschaftlich geprägt war.
Ecke Breite
Straße/Gebhardstraße
Das
Fachwerkhaus gehört zum Typ der Hardthäuser und wurde Ende
des 17. Jhdts erbaut. Die Gebhardstraße (rechts hinten)
führt nach Norden in den Bereich mit neuerem Ausbau und man
kann beim Gang nach Norden bis zur Ebertstraße deutlich die
Entwicklung des Stadtteils verfolgen. Das Fachwerkhaus hier
zeigt noch den Charakter des Dorfes Beiertheim.
Albtalbahnhof
Der Bahnhof am Ostrand von
Beiertheim war früher nur der Anfangspunkt einer
Schmalspurbahn ins Albtal - ein beliebtes
Karlsruher Naherholungsgebiet. Heute kann man nach dem
Ausbau und der Ausweitung des Karlsruher Verkehrsverbunds
nicht nur ins Albtal fahren, sondern gelangt nun mit
Zweisystem-Stadtbahnwagen auf Trassen der Bundesbahn u. a.
bis nach
Freudenstadt, nach Bühl oder über den Rhein in die
Pfalz (Wörth/Germersheim).
Info zum Schienennetz des
Karlsruher
Verkehrsverbunds

Unterführung beim Albtalbahnhof
Die Unterführung wurde im Herbst/Winter 2016 saniert und die
Grafittischmierereien an den
Wänden entfernt. Es wird interessant sein, zu beobachten,
wann die Wände wieder vollgeschmiert sind.

Einmündung Hohenzollernstraße in Beiertheimer Allee
An der Peripherie des Stadtteils findet man neuere Häuser.

Romantischer Winkel an der Alb bei Beiertheim
Die Alb bildet die Südgrenze des bebauten Gebiets von
Beiertheim.
Neubauten an der Hochwasser
führenden Alb

Albhochwasser
Die Durchfahrt unter der Brücke ist wegen Überflutung gesperrt.
Paul-Gerhardt-Kirche/Ehemaliges
Stephanienbad
Das
klassizistische Gebäude wurde Anfang des 19. Jahrhunderts am
damaligen Stadtrand errichtet. Es enthielt damals ein Lokal
und einen
Tanzsaal, gebadet wurde am Anfang noch in der Alb. Später
kamen zwei Schwimmbecken und eine Wäscherei dazu. Mit dem Neubau des
Hauptbahnhofs und des dazugehörigen Eisenbahndamms im Süden
der damaligen Stadt wurde eine Verlagerung
des Alblaufs notwendig,
was dem Badebetrieb, der
Wäscherei und schließlich auch dem Gaststättenbetrieb
ein Ende bereitete.
Das Gebäude ist heute Zentrum
und Kirche der Paul-Gerhardt-Gemeinde.

Informationsschild
am Stephanienbad

Ehemalige Eisenbahnbrücke zwischen Beiertheim und Weiherfeld
- Blick von Norden
Auf einer Stahlbrücke überquerten die Eisenbahngleise die Straße und die Alb. Die
Brücke vom Anfang des 20. Jhds musste
nach ca 100 Jahren wegen nachlassender Stabilität durch
einen Neubau ersetzt werden.

Alb
Fußgänger/Radfahrer
Kraftfahrzeuge

Eine früher angewendete Bauweise: genieteter Stahl und
stählerne Stützen.

Eisenbahnbrücke - Blick von Süden
Laut BNN vom 31. 01. 2013/Nr. 26 ist "die Alb im Bereich der
Brücke ein besonders geschütztes Flora-Fauna-Habitat" und
soll "ökologisch
aufgewertet" werden. Leider musste wegen der Einrichtung der
Baustelle zur Brückensanierung erst einmal kräftig abgeholzt
werden.

Beim Blick in die andere Richtung sieht man, wie das Albufer
vor der Rodung ausah.

Die Sanierungsarbeiten haben begonnen - die
Durchfahrt
ist für KFZ gesperrt.

Blick von Süden (Weiherfeldstraße) zur Brückenbaustelle

Brückenbaustelle von Süden
Im Vordergrund die Baustelle der
südlichen Brückenhälfte, hinten die alte Stahlbrücke. Da
sämtliche wichtigen Eisenbahnverbindungen nach
Süden über diese Brücke verlaufen, durfte der
Eisenbahnverkehr durch den Bau nicht wesentlich gestört
werden. Deshalb wird zuerst die süd-
liche Hälfte der neuen Brücke vor der alten Brücke gebaut
und dann diese Brückenhälfte nach Abriss der Südhälfte der
alten Brücke an deren
Stelle geschoben. Nach der Fertigstellung der Südhälfte
wird die Nordhälfte auf die gleiche Weise gebaut.

Blick vom Neubau zur alten
Brücke
Blick von der alten Brücke zum Neubau

Die südliche Brückenhälfte ist fertig.

Brückenbaustelle von Norden
Hier ist die nördliche Brückenhälfte in Arbeit.

Brückenbaustelle von Norden
Die nördliche Brückenhälfte ist im Rohbau fertig, steht
aber noch vor der alten Stahlbrücke.

Süden Beide
Brückenteile stehen jetzt an der Stelle der früheren
Stahlbrücke.
Norden
Seit November 2014 fahren die Züge über die neue Brücke -
aber für KFZ ist die Durchfahrt noch nicht möglich.

Blick nach Nordwesten
Eisenbahnüberführung
Weiherfeldstraße
Blick nach Südosten
Hier wird die Südschiene der Fernwärme in Richtung
Hauptbahnhof verlängert.

Blick nach Südosten
Die Fernwärmeleitungen biegen nach Osten ab und werden in
einem Düker unter der Alb hindurch zum Hauptbahnhof
geführt.
Wegen der Verlegung von diversen Leitungen war die
Unterführung für den KFZ-Verkehr nach zwei Jahren Bauzeit
immer noch gesperrt,
was nun im November 2015 zu deutlichen Protesten von
Geschäftsleuten aus Weiherfeld führte.

Neue Eisenbahnbrücke - Blick von Beiertheim
Im April 2016 ist nun endlich eine Fahrbahn wechselseitig,
ampelgeregelt befahrbar

Neue Eisenbahnbrücke - Blick von Weiherfeld

Neue Eisenbahnbrücke - Blick von Weiherfeld
Die Brücke ist nun weitgehend fertig, beide Fahrspuren
sind benutzbar.
Nur die kleine Brücke über die Alb beim Stephanienbad ist
noch gesperrt.

Mittlerweile ist endlich auch die Brücke beim
Stephanienbad wieder begehbar.

Baufeld neben der Brückenbaustelle
Nun fehlt noch die angekündigte "ökologische Aufwertung"
dieses Bereichs.
Vorgeschlagene
Route Beiertheim
Albtalbahnhof - Beiertheimer Allee nach
Südwesten - Breite Straße - ein Abstecher nach Norden in die
Gebhardstraße - zurück und gegenüber der
Einmündung Gebhardstraße/Breite Straße in die kleine
Gasse zur Alb - nach Osten entlang der Alb/Albwinkel -
Stephanienbad - über die kleine
Brücke und durch die Kleingärten zurück zum Albtalbahnhof.Oder vom
Stephanienbad/Paul-Gerhardt-Kirche nach Westen über die
Grünanlage
nach Bulach in die St.-Florian-Straße und Ergänzung mit
Gang durch Bulach (siehe dort) möglich.
Bulach - ein altes Dorf mit neuem
Gewerbegebiet
Am Ende des 12. Jahrhunderts ist der Ort
"Bulande" im Besitz des Klosters Frauenalb und kommt erst
Mitte des 16. Jahrhunderts an die Markgrafschaft Baden-Baden.

1914
Bulach
2014
Im Zuge der Entstehung von Arbeitsplätzen in der Industrie
wird im 19. Jahrhundert aus dem Bauerndorf allmählich
eine Arbeiterwohngemeinde. 1929 wird Bulach nach
Karlsruhe eingemeindet und bildet heute mit Beiertheim
den
Stadtteil Beiertheim-Bulach.
Zum besseren Vegleich wurde
jeweils die Kreuzung Grünwinkler Straße/Litzenhardtstraße
mit einem roten Punkt gekennzeichnet.
(Quellen: links
Topographische Karte 1 : 25 000 des Großherzoglich
Topographischen Bureaus von 1914, rechts OpenStreetMap
contributors, Ausschnitte, verändert)
Im Süden des Stadtteils liegt das Hofgut/Jagdschloss
Scheibenhardt.
Bilder ohne Datum wurden
im März und April 2008 aufgenommen.
Unterführung unter der
Südtangente
Die stark befahrene Südtangente
trennt die Ortsteile Bulach und Beiertheim und
verläuft aus Lärmschutzgründen im Bereich dieser
Orte
in einem kastenfömigen Tunnel - das ist der bewachsene Bereich
im Hintergrund. Um Bulach noch einigermaßen direkt zu
erreichen, unter-
quert man den Südtangententunnel in einer - allerdings
etwas niedrig ausgefallenen - Unterführung.

Der Wäscherinnenbrunnen
Der Brunnen erinnert an eine frühere Verdienstmöglichkeit in dem
an der Alb gelegenen Ort. Eine Inschrift auf dem Brunnenrand
lautet:
"Bulachs Ruhm als Dorf der Wäscherinnen
entstand durch den Fleiß seiner Frauen, das weiche Albwasser und
seine stadtnahe Lage."
Das Wasser ist weich, weil das Einzugsgebiet von Alb
und Nebenbächen im Buntsandstein liegt und deshalb wenig Kalk
enthält. Durch
den oben erwähnten Tunnel der Südtangente ist Bulach heute von der
Alb abgeschnitten.

Einmündung Neue-Anlage-Straße (rechts) in die Litzenhardtstraße -
Gasthaus zur Krone 2009
Pläne, das Gasthaus mit schönem
Biergarten unter großen Kastanienbäuen abzureißen und
durch
mehrere Wohneinheiten zu ersetzen, riefen großen Widerspruch
in der Bevölkerung hervor. Auch ein
geänderter Plan, das Haus - nicht mehr als Gasthaus genutzt -
in die Wohnbebauung zu integrieren,
fand keine Zustimmung der Bulacher (Stand September 2009), die
das Ensemble aus Gebäude und
Kastanienbäumen erhalten und weiterhin das Gasthaus nutzen
wollten.

Das Kronenensemble 2012
Nur die Inschrift erinnert jetzt noch an
das ehemalige Gasthaus, der Biergarten mit den großen
Kastanienbäumen ist verschwunden. Die ehemalige Krone ist
jetzt ein Wohnhaus - eingezwängt
von neuen Wohngebäuden. Immerhin hat man wieder passende
Fensterläden angebracht . . .

Fachwerkhäuser im alten Dorfbereich (Litzenhardtstraße)
Die typischen "Wetterdächer" - meist an der Westseite der Häuser -
schützen das Fachwerk der Fassade bei starkem Regen.

Kreuzung Litzenhartstraße - Petergraben
Interessant renoviertes Fachwerkhaus - aber die unharmonisch
eingestreuten farbigen Dachziegel sind untypisch und störend.

St.-Cyriakus-Kirche in der Litzenhardtstraße
Die dreischiffige Basilika ist im neoromanischen Stil erbaut.

Text für Bild oben
Infoschilder in Bulach
Text für Bild unten

Das ehemalige Rathaus in der Grünwinkler Straße
Die Räume des im Neorenaissancestil erbauten Gebäudes werden zur
Zeit u. a. von der Grundschule Bulach und einem Polizeiposten
genutzt.

Altes Fachwerkhaus und neues "Fachwerk" daneben
Der Landgraben (und die hier nicht sichtbare
vierspurige L 605 noch weiter links) trennen den
Wohnbereich Bulachs vom nordwestlich anschließenden
Gewerbebereich.

Blick auf die Schenkenburgstraße, Gewerbegebiet von Bulach

Kreuzung Unterweingartenfeld/Ortenbergstraße

Gewerbegebiet im Bereich Bannwaldallee. Im Hintergrund die
östliche Flanke des Oberrheingrabens.
Routenvorschlag Bulach
Bushaltestelle Neue-Anlage-Straße - Litzenhardtstraße nach Süden -
Grünwinkler Straße - unter Unterführung durch zur Ortenbergstraße
- Schenkenburgstraße - nach links über Straße Unterreut auf die
Straßenbahn- und Fußgängerbrücke bis zur
Straßenbahnhaltestelle Bannwaldallee.
Jagdschloss
Scheibenhardt

Scheibenhardt - Blick von Süden
Brücke über den umgebenden Graben, Wachthäuschen und Jagdschloss
Das Ensemble im Süden von Bulach
ist von einem Graben umgeben, der wohl noch von einer früheren
Befestigung stammt.
Zugänge im Süden und Norden erschlossen damals den Bereich.
(Quelle: Topographische
Karte 1 : 25 000 des Großherzoglich Topographischen
Bureaus von 1914/Ausschnitte)

Informationsschild am Südeingang und
rechts Hinweis auf die heutige Nutzung
Quelle: © OpenStreetMap contributors

Hauptbau
Das barocke Gebäude besteht aus einem niedrigerem Sockelgeschoss,
dem hohen Hauptstockwerk und einem
Doppelwalmdach/Mansarddach. Heute wird das Gebäude von der
Kunstakademie Karlsruhe genutzt.

Scheibenhard - Blick von Norden
Im
nördlichen Bereich befinden sich die
Wirtschaftsgebäude, die heute vom Golfclub Hofgut Scheibenhardt
genutzt werden, der auch
den umliegenden Golfplatz betreibt.

Südliche Brücke über den Graben, der den gesamten ovalen
Innenbereich umgibt.
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