Dieser
Gedenkstein drückt den Dank der Wolfartsweierer nach diesem Unwetter für die Hilfe von
Landesherrn und Edlen der Stadt Karlsruhe
aus. Das Gewitter hatte damals zu einem
schweren
Hochwasser des Wettersbachs geführt.
Auch im 20. Jhdt. hat der Wettersbach immer wieder
einmal Hochwasser geführt, z. B. am 11.Juli 1975
und am 3. August 1979 sowie am 21. Juli 1992.
Heute ist der Wettersbach im Dorfbereich
verdolt, zwei Rechen im Bachbett oberhalb des Freibads
schützen vor Verstopfung des Durchflusses - beinhalten
aber die Gefahr, bei Hochwasser selbst mit
Treibgut zugesetzt zu werden und den Bach am oberen
Ortsanfang überlaufen zu lassen . . . .

Der obere Rechen mit angesammeltem Schwemm-Material

Der untere Rechen

Evangelische Jakobskirche
Die ehemalige Chorturmkirche steht am Rand des ummauerten
Friedhofs. Sie hieß früher
St. Margarethen, wurde aber in der Reformationszeit
umbenannt. Der ehemalige Name
lebt in der katholischen Kirche St. Margaretha in der
Hörgelstraße weiter.

Nachtrag August 2024
Die Evangelische Kirche muss sparen, weshalb die
Stadtsynode
Karlsruhe über die Zukunft des Baudenkmals nachdenkt
und somit
die Zukunft dieser Wolfartsweierer Kirche ungewiss ist.
Ende Nachtrag

Das alte Rathaus


Bild des Rathauses von der Rückseite, sichtbar das Krüppelwalmdach und der Dachreiter.

Wolfsbrunnen
Der
Brunnen vor dem alten Rathaus zeigt im Brunnenstock
einen Wolfskopf. Der aus einem großen
Sandsteinblock gearbeitete Brunnentrog mit
der Jahreszahl 1864 war wohl früher ein Teil einer
Weinkelter.

Die Katze
Einen ganz besonderen
Kindergarten in Katzenform schuf Tomi Ungerer für
Wolfartsweier. Da der
Kindergarten mittlerweile (2014) zu klein geworden
ist, soll er erweitert werden . . .
Steinkreuzstraße
im Jahr 2008 - Blick nach Norden
Mitten
durch den Ort führte bis 2005 die B 3. Der
minimale Gehweg rechts deutet das damalige
Verkehrsproblem an - es handelte sich
bei einer Minimalbreite unter 6 m
um die engste Orts-
durchfahrt einer Bundesstraße in
Deutschland. Die Radarmessanlage links ist der
Versuch, die
Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h
durchzusetzen. Seit 2005 wurde
Wolfartsweier durch eine
Umgehungsstraße
etwas entlastet. Da aber weiterhin viel
Durchgangsverkehr die kürzere Strecke
durch den Ort nahm, wurde ab 2011 durch Baumaßnahmen
in der Steinkreuzstraße die Durchfahrt
weiter eingeschränkt. Man hoffte, damit
dann nur noch den Quell- und
Zielverkehr im Ortskern
zu haben . . .
Steinkreuzstraße
2012 - Blick nach Norden
Die Straße
wurde umgestaltet: die schmalen Fußwege hat man
entfernt und breitere Gehbereiche
durch Platten gekennzeichnet. Pfosten engen den
Raum für Kraftfahrzeuge ein und sorgen so für
eine Verlangsamung des Fahrzeugverkehrs. Die
Radaranlage ist entfernt.

Steinkreuzstraße vor und nach dem Umbau der Straße - Blick
nach Südwesten
Die großen Toreinfahrten der traufständigen Häuser erinnern
noch an die frühere landwirtschaftliche Nutzung.

Steinkreuzstraße 33 - Blick nach Südwesten
Das ehemalige Gasthaus "Zum Rössle" bestand bereits 1746.
Das heutige Wohnhaus hat auch
noch eine große Tordurchfahrt in den hinten liegenden Hof.
Nachtrag 2025 zum Stickelpfad und zum Steinkreuz in der Steinkreuzstraße
Der "Verein für die Geschichte von Wolfartsweier" hat einen
interessanten Pfad zur Geschichte und Kultur des Ortes erstellt,
der
die geschichtlichen und kulturellen Besonderheiten/Sehenswürdigkeiten auf einem Rundgang erlebbar macht. Der Stickelpfad hat
seinen Ursprung in den Stickeln (Holzpfähle) mit denen sich die
Wolfartsweirer angeblich gegen einen Raubritter verteidigt haben.
Seitdem führen die Einwohner den Spitznamen "Stickel".

Diese Wolfartsweirer mit ihren - von Kampf wohl schon etwas
ramponierten - Stickeln bewachen den östlichen Ortseingang.

Steinkreuz, das der Steinkreuzstraße den Namen
gab.
Stele mit
Erklärungen

Plan der einzelnen Stationen

Erklärung zum Steinkreuz
(Plan und Text von der Infostele)
Über den gesamten "Stickelpfad" (Verlauf, Erläuterungen) kann man sich auf einer
sehr schönen Webseite des Geschichtsvereins informieren
Ende Nachtrag zum Steinkreuz in der Steinkreuzstraße

Das
zunächst etwas eigentümlich erscheinende Straßenschild
erinnert daran, dass am Ende
des 30-jährigen Krieges wahrscheinlich nur noch sieben
Mann (also Frauen und Kinder nicht
gezählt) in Wolfartsweier wohnten.

Das "Zündhütle" 2016
Die Fabrik 1914
Am Ausgang des Tiefentalgrabens lag die Badische Sprengkapsel-, Zündhütchen- und Munitionsfabrik.
Der Schrotturm von 1952 entstand später im Werk der Firma Genschow & Co. Der Turm wurde zur Her-
stellung von Schrotkugeln verwendet.
Bis 1972 wurde das Werk noch von der Firma Dynamit Nobel
betrieben. Später wurden
die Werksgebäude abgerissen. Nur dieser
Turm blieb stehen und wurde lange
von der Uni KA -
heute KIT - für meteorologische Zwecke
verwendet. Das Bauwerk ist heute denkmal-
geschützt. Der Spitzname
"Zündhütle" wird bis heute als Bezeichnung für den im Bereich der ehemaligen
Fabrik liegenden Ortstteil und auch für die in der Nähe liegende Straßenbahnhaltestelle, die den Stadtteil
mit der Kernstadt verbindet, verwendet.
Quelle Karte: Topographische Karte 1 : 25 000 des Großherzoglich
Topographischen Bureaus von 1914, Ausschnitt
Nachtrag 2024
In Wolfartsweier wurde darüber diskutiert, den Turm mit
einer Lichtinstallation zum Medienturm und
damit zu einem künsterischen "Leuchturm" des
Orts zu machen.
Nachtrag Ende
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Um den älteren Bereich des Orts gruppieren sich im
Nordwesten und Nordosten neuere Ortsteile
mit unterschiedlichen Hausformen und Hausgrößen.

Albert-Einstein-Straße
Dieses Wohngebiet namens Zündhütle liegt im Bereich der
ehemaligen Munitionsfabrik.
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Ein weiterer Ortsteil mit neueren Häusern liegt im
Nordwesten von Wolfartsweier.

Hörgelstraße.
Diese Straße durchquert den nordwestlichen Bereich mit
neueren Häusern.

Hörgelstraße

Katholische Kirche St. Margaretha in der Hörgelstraße

Ehemaliges Nahversorgungszentrum in der Hörgelstraße
Nachtrag November 2024
Dieser Edeka Markt wurde wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit geschlossen, womit sich ein Problem
bei der täglichen Versorgung in Wolfartsweier ergibt. Es besteht aber die Hoffnung, dass der Betrieb
in veränderter Form weitergeführt werden kann . . .
Ende Nachtrag

Schlossbergapotheke in der Vorbergstraße

Nordoststraße - Blick nach Westen

Größere Mehrfamilienhäuser zwischen Nordost- und
Vorbergstraße
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Areal Wolfsgrün

Im östlichen Bereich der Ringstraße ist das Projekt Wolfsgrün
in Bau. In sieben "Stadthäusern"
soll ein interessanter Nutzungsmix entstehen.


Ringstraße - Blick nach Nordwesten
Weiterentwicklung 2025

Neubauten im östlichen Bereich der Ringstraße

Östliche Ringstraße - Blick nach Nordwesten

Spielplatz der Espira Kita im Bereich Wolfsgrün

Blick zum Wolfsgrün von der Endhaltestelle (Wolfartsweier Nord) der Straßenbahnlinie 2
Ende Areal Wolfsgrün
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Auch im Osten der Steinkreuzstraße sind neue Häuser entstanden.
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Schlossbergstraße beim Freibad (s. u.)
Das
Bild
zeigt im Hintergrund die aufgeständerte Fahrbahn
der Autobahn von Karlsruhe in
Richtung Stuttgart. Der Autobahnaufstieg über die
Grabenflanke nutzt das Wetterbachtal und
verursacht so erhebliche Lärmbelastungen in einigen
Ortsteilen.
Interessant ist das Straßenschild "Burgstraße",
das auf eine ehemalig Burg oberhalb des Orts
hinweist. Dazu unten ein Ausschnitt aus einem
älteren Buch mit Wanderungen um Karlsruhe.
Buchausschnitt aus dem
Karlsruher Heimat- und Wanderbuch von H. Linz aus dem
Jahr 1937

Tk 25 von
1914
Ehemalige Burg
OpenTopoMap von 2018
Auf
dem Ausschnitt aus der Topographischen Karte von 1914 ist die
Lage der Ruine noch deutlich zu erkennen. Der
südlich der Ruine eingezeichnete
"Denkst." erinnert als Denkmal an das Hochwasser des Wettersbaches
1837 (s. o.).
Ebenfalls interessant ist die Bezeichnung
"Kohlplatte" im Süden des alten
Kartenausschnitts - hier wurde wohl früher
in einem Kohlenmeiler Holzkohle hergestellt. Auch auf der neueren
topographischen Karte rechts ist die Ruine
einge-
zeichnet, so dass man die Reste der Burg leicht
finden kann.
Quelle: Topograph.
Karte 1 : 25 000 des Großherzoglich Topographischen
Bureaus von 1914, rechts OpenTopoMap(CC-BY-SA) Ausschnitte

Burghügel
Die
alte Burgstelle ist im Wald noch deutlich als Hügel zu
erkennen - heute (2008) führt eine kurze
Treppe hinauf zu einer kleinen Wanderhütte. Die Burgruine
liegt auf einer Höhe von 240 m, die
GPS-Koordinaten sind: N 48° 58.331' und E 008° 27.479'

Wallgraben
Auch der, dem Hügel auf der stärker gefährdeten Bergseite vorgelagerte, Wallgraben ist noch klar
zu
sehen - ohne den Holzabfall wäre es noch schöner . . .

Turmruine
Entgegen
der Aussage im
weiter oben
zitierten alten Text sieht man heute etwas aufgehendes
Mauerwerk - offensichtlich konnten einige untere
Steinschichten wieder freigelegt werden.

Turmruine
Außer
diesem Mauerrechteck von ca. 10 auf 9 Metern sind keine
weiteren Mauern zu sehen.
Für einen reinen Wachtturm ist der Grundriss
etwas groß, so dass es sich hier wohl um eine
bescheidene Turmburg/einen Wohnturm
gehandelt hat. Die kleine Burg soll erst den
Herren
von Grötzingen und später der Markgrafschaft Baden
gehört haben.

Burgmauer
Die Dicke der Mauer beträgt ungefähr 1.80 m, die verwendeten
Mauersteine sind relativ klein.
Ergänzung
Eine weitere Turmburg
in der Nähe von Karlsruhe findet man bei Kleinsteinbach.
Und noch
eine Turmburg gab es bei Langensteinbach.
Im Hardtwald westlich Obereut gibt es unscheinbare Reste
einer Turmhügelburg.
Ergänzung Ende

Freibad "Wölfle"
Das
"Wölfle" liegt am Ende der Schlossstraße. Es wird seit
Jahren von einem Förderverein betrieben.

Herrmann-Ringwald-Halle
Die Allzweckhalle wurde nach einem ehemaligen
Bürgermeister benannt. 2012 wurde die seit
langem notwendige Sanierung der Turn- und Festhalle
fertiggestellt.

Treibhäuser und Freilandgemüse
Die
landwirtschaftliche Nutzfläche um den Ort wird heute zu
einem großen Teil von Gärtnereien
bewirtschaftet. Die Lage am Großstadtrand
begünstigt den Absatz durch kurze Transportwege
zu den Abnehmern/Konsumenten.

Das - momentan brach liegende - Feld im Vordergrund kann
über eine Beregnungsanlage mit
dem nötigen Wasser versorgt werden. Die große Glashausanlage
im Hintergrund sorgt für die
frühzeitige Reife der Anbauprodukte.

Im trockenen Frühjahr 2011 wird beregnet.

Blick von der Oskar-Ulmer-Brücke nach Ostsüdost
Ausgedehnte
Flächen sind hier mit verschiedenen Salatsorten
bewachsen und können ebenfalls
beregnet werden. Im Hintergrund große Treibhäuser, die
Häuser des Ortsteils "Zündhütle" und die
östliche Flanke des Oberrheingrabens, hier mit dem Einschnitt des
Tiefentalgrabens durch den die
Straße nach Hohenwettersbach führt.

Blick von der
Oskar-Ulmer-Brücke nach Osten zum Rand des Oberrheingrabens
Baumschule, Freilandgemüse,
Treibhäuser, Zündhütle

Die Gärtnereien betreiben neben dem Gemüseanbau auch
Baumschulen, um u. a. den Bedarf
von Gartenbesitzern decken zu können.
Bilder ohne Datum sind vom Mai 2008
Copyright
P.H.
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