Das Bild zeigt im Hintergrund das
Problem des
Modellhauses und seiner ebenfalls alten Nachbarn: Das Ensemble der
kleinen Häuschen ist eingezwängt zwischen großen Gebäuden. Die BBBank
(Vordergrund) hat
vor Jahrzehnten die kleinen Häuser für Erweiterungsbauten gekauft. Die
denkmalgeschützten Häuser standen dann viele Jahre leer und
verfielen zusehends, da die Bank sich lange nicht für ihr
weiteres Vorgehen (Erhalt oder Abriss) entscheiden konnte. Mittlerweile war die Bank aber nun bereit, bei einem Neubau
dieser Häuser zu erhalten (BNN vom 15. Aug.08).
Waldstraße 5
Waldstraße
7
Diese Modellhäuser (1719 gebaut)
wurden schon im 19. Jhd. durch den Umbau der Dachgeschosse zu einem
vollwertigem Obergeschoss abgeändert,
sie sind ebenfalls denkmalgeschützt und waren 2008 dennoch von Verfall
oder Abriss bedroht.
Durch den Einbau der - später verschlossenen - Schaufenster und
Ausbauten im hinteren und oberen Bereich wurden sie zusätzlich stark
verändert.

Waldstraße 5 - 9
Anfang 2009 sind die Häuser von einem Bauzaun umgeben und befinden sich
anscheinend in einer Phase der Veränderung.

Waldstraße 5 - 9
Es geht tatsächlich vorwärts, hinter einer großen Plane versteckt sich
eine Baustelle

Vorderseite
<=
Baustelle
=>
Rückseite
Die Bilder zeigen, dass zunächst die am
stärksten beschädigten Gebäudeteile entfernt wurden. Da die Rückseite
durch Um- und Anbauten bereits total verändert war, ist sie
komplett beseitigt worden, damit man den früheren Zustand
wiederherstellen kann. Noch brauchbare Balken wurden für den
Wiedereinbau aufgehoben. Ein Notdach schützt den Sanierungsbereich.
Die Instandsetzung ist fortgeschritten, ein neues Dach und die Rückwand
sind schon fast fertig.

Waldstraße 5-9 nach der Sanierung
Die Häusergruppe vermittelt nun einen
Eindruck davon, wie Karlsruhe früher aussah. Allerdings wurde nicht der
Originalzustand zur Zeit des Baus (Anfang des 18. Jhs.)
wiederhergestellt, sondern der Zustand ca. 100 Jahre später, als die
Häuser schon Umbauten erfahren hatten. Den ursprünglichen Zustand zeigt
nur das kleine Haus ganz rechts.
Vergleich vorher - nachher

Waldstraße 5
Die großen Schaufenster im Erdgeschoss
wurden wieder verkleinert, die beiden äußeren Fenster im Obergeschoss
haben anscheinend nur noch einen äußeren Fensterladen. Dieser
Schein trügt aber: der äußere
Fensterladen ist jeweils doppelt,
so
dass - wie auf dem linken BIld zu sehen - das gesamte Fenster
geschlossen werden kann. Bei genauer Betrachtung sieht man, dass die
beiden äußeren Fenster auf beiden Bildern (vorher - nachher) nur außen
Angeln für die Fensterläden haben, der alte Zustand also exakt wieder
hergestellt wurde. Interessant ist auch der Eingang (rechts) in der
Mitte der beiden doch etwas
unterschiedlichen Häuser.

Waldstraße 7
Auch hier hat man die unharmonische
Ladenfront im Erdgeschoss wieder auf einen früheren Zustand
zurückgeführt. Offensichtlich war an diesem Haus genügend Platz, um
Fensterläden an jeweils beiden Seiten der Fenster des Obergeschosses
anzubringen.

Waldstraße 9
Das große Tor ist unten auf beiden Seiten mit Steinabweisern versehen,
was wohl darauf hindeutet, dass hier früher Fuhrwerke eingefahren sind.
Die BBBank hat die Häuser nach der
Fertigstellung erfreulicherweise drei Monate für eine
Majolika-Ausstellung zur Verfügung gestellt. So konnte man auch einen
Eindruck vom Innenausbau der ehemaligen Handwerkerhäuschen bekommen.
Nach dem Ende der Ausstellung Mitte Juli 2010 wird der Komplex dann von
der BBBank genutzt.
Die drei unterschiedlichen Häuser (linkes Bild) sind innen teilweise
zu größeren, gebäudeübergreifenden Räumen zusammengefasst. Die
schwarzen Stahlträger im Obergeschoss (rechtes Bild) markieren die
ehemaligen Trennmauern zwischen den Häusern.

Erdgeschoss der Häuser Waldstraße 5 und 7, die Treppe rechts führt in die Kellerräume.

Steinernes Kellergewölbe

Ein schräges Fensterband sorgt auf der Rückseite des Obergeschosses für genügend Helligkeit.

Wo es möglich war, wurden alte Bauteile erhalten.
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Waldstraße 17
Dieses alte Haus - in dem sich
lange Zeit ein Antiquariat befand - ist gut
gepflegt, im Mai 2008
befindet es sich im
Umbau. Der älteste Teil des
Hauses wurde im Jahr 1718 (ältestes Haus
der Innenstadt) gebaut. Bei der Sanierung fand man im Hof
einen zugeschütteten
Brunnenschacht und eine Sickergrube - also Hinweise auf ehemalige
private
Wasserversorgung und Entsorgung.

Waldstraße 17
Mittlerweile (Januar 2009) scheint die
Sanierung fertig zu sein. Nun dient das Erdgeschoss als Galerie
(Ausstellungen, Lesungen, Kleinkunst), in den Obergeschossen gibt es
Wohngemeinschaften für Kunststudenten
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