Beiertheim-Bulach

Der Stadtteil entstand aus zwei früher eigenständigen Gemeinden.


Ausschnitt aus einer  Karte von 1914
(Quelle: Topographische Karte  1 : 25 000 des Großherzoglich Topographischen Bureaus von 1914)
Beiertheim ist auf der Karte kursiv geschrieben, also hier schon nach Karlsruhe eingemeindet. Der Stadtteil ist bereits vom alten Bereich der Breiten Straße aus nach Norden weitergewachsen. Bulach ist 1914 noch eine eigenständige Gemeinde. Zwischen beiden Orten fließt die Alb.


Infotafel zu Beiertheim gegenüber von St. Michael
Die Darstellung zeigt mit der roten Linie die Größe der ehemaligen Beiertheimer Gemarkung und die heutige Lage des Stadtteils (schwarze Linie) in Karlsruhe

Beiertheim - ein altes Dorf am Stadtrand

Das ehemalige Dorf ist - wie fast alle umliegenden Dörfer -  viel älter als Karlsruhe und wird bereits 1110 als Burdam erstmals urkundlich erwähnt. Nach langer Zugehörigkeit zum Kloster Gottesaue wird es badisch. Seit dem 19. Jahrhundert kaufte die Stadt Karlsruhe große Teile der Beiertheimer Gemarkung, um die Stadt nach Süden zu erweitern. Das Dorf wird 1907 eingemeindet.



Albtalbahnhof
Der Bahnhof am Ostrand von Beiertheim war früher nur der Anfangspunkt der Strecke ins Albtal - ein beliebtes Karlsruher Naherholungsgebiet. Heute kann man nach dem Ausbau und der Ausweitung des Karlsruher Verkehrsverbunds mit Zweisystem-Stadtbahnwagen auf Trassen der Bundesbahn u. a. bis nach Freudenstadt,  nach Heilbronn oder über den Rhein in die Pfalz  - und natürlich immer noch ins Albtal fahren.
Info zum Schienennetz des Karlsruher Verkehrsverbunds


Einmündung Hohenzollernstraße in Beiertheimer Allee
An der Peripherie des Stadtteils findet man neuere Häuser.


Neu und alt: Breite Straße
In der Breiten Straße kommt man in den älteren Ortsteil.


Breite Straße - Blick nach Westen in den ursprünglichen Ortsbereich


Ecke Breite Straße/Gebhardstraße
Das Fachwerkhaus gehört zum Typ der Hardthäuser und wurde Ende des 17. Jhdts. erbaut. Die Gebhardstraße (rechts hinten)  führt nach Norden in den Bereich mit neuerem Ausbau und man kann beim Gang nach Norden bis zur Ebertstraße deutlich die Entwicklung des Stadtteils verfolgen. Das Fachwerkhaus zeigt noch den Charakter des Dorfes Beiertheim.


Gebhardstraße/Südlicher Bereich/Blick nach Norden
Nach Norden werden die Häuser dann allmählich größer und städtischer. Den Anschluss an das Bild mit dem Fachwerkhaus bietet das Gebäude ganz links, das beim vorhergehenden Bild von dem Wohnmobil teilweise verdeckt wird.


Kreuzung Gebhardstrtaße/Marie-Alexandra-Straße
Den Anschluss an das vorhergehende Bild bildet das Gebäude mit dem Erker an der Hausecke.


AWO Geschäftsstelle an der Kreuzung Gebhardstraße/Hohenzollernstraße
Nach Norden werden die Gebäude immer moderner. 


Katholische Kirche St. Michael an der Einmündung der Gebhardstraße in die Ebertstraße (rechts/Blick nach Westen)
Der quadratische Sichtbetonbau von 1965 beherbergt den spätgotischen "Beiertheimer Altar", ein Flügelaltar aus der mittlerweile abgerissenen Beiertheimer Michaelskapelle.


Infotafel gegenüber St. Michael - Text siehe unten




Moderne Wohnblöcke an der
Südseite der Ebertstraße
Die Ebertstraße ist die Nordgrenze des Stadtteils.


Zurück in den älteren Teil: Bulacher Straße Nr 3 - 7
Die Fachwerkhäuser erinnern an den alten Dorfcharakter - das nächste Bild zeigt das Haus Nr 3 (ganz hinten) genauer.


Das Haus passt gut zu den benachbarten Fachwerkhäusern, das Fachwerk ist hier aber nur aufgesetzt.


Breite Straße 129
Fachwerkhaus und Scheune im Hintergrund zeigen, dass Beiertheim früher landwirtschaftlich geprägt war.


Romantischer Winkel an der Alb bei Beiertheim
Die Alb bildet die Südgrenze des bebauten Gebiets von Beiertheim.


Neubauten an der Hochwasser führenden Alb


Albhochwasser


Paul-Gerhardt-Kirche/Ehemaliges Stephanienbad
Das klassizistische Gebäude wurde Anfang des 19. Jahrhunderts am damaligen Stadtrand errichtet. Es enthielt ein Lokal und einen Tanzsaal, gebadet wurde in der Alb. Mit der Verlegung des Hauptbahnhofs nach Süden wurde eine Verlagerung des Alblaufs notwendig; dies machte dem Badebetrieb ein Ende. Das Gebäude ist heute  Zentrum und Kirche der Paul-Gerhard-Gemeinde.

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Winterspaziergang in Beiertheim
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Vorgeschlagene Route Beiertheim: Albtalbahnhof - Beiertheimer Allee nach Südwesten - Breite Straße - ein Abstecher nach Norden in die Gebhardstraße - zurück und gegenüber der Einmündung Gebhardstraße/Breite Straße  in die kleine Gasse zur Alb - nach Osten entlang der Alb/Albwinkel - Stephanienbad - über die kleine Brücke und durch die Kleingärten zurück zum Albtalbahnhof.
Oder vom Stephanienbad/Paul-Gerhardt-Kirche nach Westen über die Grünanlage nach Bulach in die St.-Florian-Straße und Ergänzung mit Gang durch Bulach (siehe dort) möglich.

Bilder ohne Datum vom März und April 2008
Bulach - ein altes Dorf mit neuem Gewerbegebiet

Am Ende des 12. Jahrhunderts ist der Ort "Bulande" im Besitz des Klosters Frauenalb und kommt erst Mitte des 16. Jahrhunderts an die Markgrafschaft Baden-Baden. Im Zuge der Entstehung von Arbeitsplätzen in der Industrie wird im 19. Jahrhundert aus dem Bauerndorf allmählich eine Arbeiterwohngemeinde.1929 wird Bulach nach Karlsruhe eingemeindet und bildet heute mit Beiertheim den Stadtteil Beiertheim-Bulach



Unterführung unter der Südtangente
Die stark befahrene Südtangente trennt die Ortsteile Bulach und Beiertheim und verläuft aus Lärmschutzgründen im Bereich dieser Orte  in einem kastenfömigen Tunnel - das ist die bewachsene Anhöhe im Hintergrund. Um Bulach noch einigermaßen direkt zu erreichen, unterquert  man die Südtangente in einer - allerdings etwas niedrig ausgefallenen - Unterführung.


Der Wäscherinnenbrunnen
Er erinnert an eine frühere Verdienstmöglichkeit in dem an der Alb gelegenen Ort. Die Inschrift auf dem Brunnenrand lautet: "Bulachs Ruhm als Dorf der Wäscherinnen entstand durch den Fleiß seiner Frauen, das weiche Albwasser und seine stadtnahe Lage." Das  Wasser ist weich, weil das Einzugsgebiet von  Alb und Nebenbächen im Buntsandstein liegt und deshalb wenig Kalk enthält. Durch den oben erwähnten Tunnel der Südtangente ist Bulach heute von der Alb abgeschnitten.


Die Wäscherin


Gasthaus zur Krone an Einmündung Neue-Anlage-Straße (rechts)  in Litzenhardtstraße
Pläne, das  Gasthaus mit schönem Biergarten unter großen Kastanienbäuen abzureißen und durch mehrere - wohl nicht gerade in den dörflichen Charakter passende - Wohneinheiten zu ersetzen, haben großen Widerspruch in der Bevölkerung hervorgerufen. Auch der geänderte Plan, das Gebäude - nicht mehr als Gasthaus genutzt - in die Wohnbebauung zu integrieren findet keine Zustimmung der Bulacher (Stand September 2009), die das Ensemble aus Gebäude und Kastanienbäumen erhalten wollen.


Fachwerkhäuser im alten Dorfbereich (Litzenhardtstraße)
Die typischen "Wetterdächer" - meist an der Westseite der Häuser - schützen die Fassade bei starkem Regen.


Kreuzung Litzenhartstraße - Petergraben
Interessant renoviertes Fachwerkhaus - aber die unharmonisch eingestreuten farbigen Dachziegel sind untypisch und störend.


St.-Cyriakus-Kirche in der Litzenhardtstraße
Die dreischiffige Basilika ist im neoromanischen Stil erbaut.

   
Text für Bild oben                  Infoschilder in Bulach                          Text für Bild unten


Das ehemalige Rathaus in der Grünwinkler Straße
Die Räume des im Neorenaissancestil erbauten Gebäudes werden heute u. a. von der Grundschule Bulach und einem Polizeiposten genutzt.


Altes Fachwerkhaus und neues "Fachwerk" daneben


Der Landgraben (und die hier nicht sichtbare vierspurige L 605 noch weiter links) trennen den Wohnbereich Bulachs vom nordwestlich anschließenden Gewerbebereich


Blick auf die Schenkenburgstraße, Gewerbegebiet von Bulach

  
Kreuzung Unterweingartenfeld/Ortenbergstraße


Gewerbegebiet im Bereich Bannwaldallee. Im Hintergrund die östliche Flanke des Oberrheingrabens.


Routenvorschlag Bulach: Bushaltestelle Neue-Anlage-Straße - Litzenhardtstraße nach Süden - Grünwinkler Straße - unter Unterführung durch zur Ortenbergstraße - Schenkenburgstraße - nach links über Straße Unterreut auf die Straßenbahn- und Fußgängerbrücke  bis zur Straßenbahnhaltestelle Bannwaldallee.


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